20.04.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Prozess gegen erste inhaftierte deutsche IS-Heimkehrerin begonnen

Prozess gegen erste inhaftierte deutsche IS-Heimkehrerin begonnen

Jennifer W. soll fünfjähriges Mädchen verdursten lassen haben

Vor dem Oberlandesgericht München hat der Prozess gegen die erste IS-Rückkehrerin begonnen, gegen die nach ihrer Heimkehr nach Deutschland ein Haftbefehl erwirkt werden konnte.

München - Jennifer W. ist die erste Rückkehrerin, gegen die nach ihrer Heimkehr nach Deutschland ein Haftbefehl erwirkt werden konnte. Die aus Niedersachsen stammende Angeklagte muss sich wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen Terrorvereinigung und des Kriegsverbrechens einer Kindstötung verantworten. Laut Anklage ließ sie ein fünfjähriges Mädchen verdursten, das sie mit ihrem Mann als Sklavin gekauft hatte.

W. soll Deutschland 2014 verlassen haben, um sich im Irak der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) anzuschließen. Sie wurde 2016 in der Türkei festgenommen, wo sie in der deutschen Botschaft ihre Ausweispapiere verlängern lassen wollte.

Die Türkei schob sie nach Deutschland ab. Die zuletzt im niedersächsischen Vechta lebende 27-Jährige konnte erst im Juni 2018 aufgrund nach und nach gesammelter Beweise festgenommen werden.

(xity, AFP)


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