Prozess gegen drei Iraker wegen IS-Mitgliedschaft in Düsseldorf

28-Jähriger soll als Jugendlicher 13 Sprengstoffanschläge verübt haben

Wegen Mitgliedschaft in der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat müssen sich vom 3. Juni 2019 an drei Iraker vor dem OLG Düsseldorf verantworten.

Düsseldorf - Der zuständige Staatsschutzsenat des OLG ließ die Anklage des Generalbundesanwalts gegen die Männer zu und eröffnete das Hauptverfahren, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag mitteilte.

Laut Anklage sollen sich der 28-jährige Mohammed Rafea Yaseen Y., der 29-jährige Muqatil Ahmed Osman A. und der 27-jährige Hasan Sabbar Khazaal K. 2014 dem IS angeschlossen und innerhalb der Miliz verschiedene Aufgaben wahrgenommen haben.

Y. soll zudem als Jugendlicher im Irak insgesamt 13 Sprengstoffexplosionen verübt und dadurch jeweils Menschen aus niedrigen Beweggründen, heimtückisch und mit gemeingefährlichen Mitteln getötet haben. Bei den Anschlägen zwischen 2006 und 2008 soll Y. Mitglied der IS-Vorgängerorganisation Islamischer Staat im Irak gewesen sein. Die Opfer waren laut Bundesanwaltschaft Angehörige der US-Streitkräfte, der irakischen Armee, der örtlichen Polizei sowie Zivilisten.

Mitte 2015 sollen die drei Angeklagten dem IS den Rücken gekehrt haben und kurz darauf nach Deutschland gereist sein. Sie wurden im vergangenen Juni festgenommen.

(xity, AFP)