Projekt „Wissen in Aktion“ der FH Südwestfalen

Wissen langfristig sichern

Projekt „Wissen in Aktion“ der Fachhochschule Südwestfalen mit erstem Stern ausgezeichnet.

Meschede - Für die Unternehmen in Südwestfalen sind neue digitale Prozesse und der Fachkräftemangel zwei große Herausforderungen. Gerade wenn sich viele erfahrene Mitarbeiter den Ruhestand verabschieden, gehen Erfahrung und spezialisiertes Wissen verloren. Die Fachhochschule Südwestfalen möchte mit dem Projekt „Wissen in Aktion – digital und partizipativ (WiAk) für die Zukunft Südwestfalens“ gegensteuern. Jetzt wurde das Projekt wurde im Rahmen der REGIONALE 2025 vom zuständigen Gremium mit dem ersten von drei Sternen ausgezeichnet. Landrat Dr. Karl Schneider übergab die Urkunde in dieser Woche (09.12.) an Projektleiterin Prof. Dr. Christina Krins (Fachhochschule Südwestfalen).

„Das Projekt hat sich für den ersten Stern auch deshalb inhaltlich empfohlen, da fast jeder zweite Beschäftigte in der Region im Produzierenden Gewerbe tätig ist und die Unternehmen auf dem Sprung in die Industrie 4.0 sind. Für die Umsetzung wünsche ich viel Erfolg, denn der erste Stern ist bei der REGIONALE der traditionelle Startschuss, das Projekt zur Reife zu bringen“, sagte Dr. Schneider. Viele Unternehmen stünden vor der Herausforderung, geeignete neue Fachkräfte zu finden, just in dem Moment, in dem viele Erfahrene mit Spezialwissen in den Ruhestand gingen, so der Landrat. Andererseits werde gerade jetzt das Know-how der Fachkräfte benötigt, um digitale Prozesse einzuführen und umzusetzen und so die Innovationsfähigkeit der Betriebe zu sichern. „Hier will das Projekt ansetzen“, machte Prof. Dr. Christina Krins deutlich. Zur Untermauerung habe die FH Südwestfalen 80 südwestfälische Produktionsunternehmen beteiligt. Das Ergebnis der Studie: Ein digital unterstütztes Wissensmanagement sei dringend notwendig, das Potenzial enorm, so die Professorin, die über die weiteren Schritte des Projekts informierte.

Plan ist, dass dafür eine Kerngruppe aus produzierenden Unternehmen und Hochschulpartnern systematisch digitale Ansätze und Lösungen entwickelt. Beispiele reichen von der Datenbrille, mit der das richtige Handeln in der Produktion „erfahrbar“ wird, über eine jederzeit abrufbare und passgenaue digitale Unterstützung der Beschäftigten bis hin zu lebendigen Austauschforen.

„Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Unternehmen jeweils passende Ansätze auszugestalten, die die größte strategische Hebelwirkung entfalten“, sagte Prof. Dr. Christina Krins von der Fachhochschule Südwestfalen. „Beteiligungsorientiert, unter Einbindung der Betroffenen und durch eine unternehmensübergreifende Vernetzung werden wir Südwestfalen als Wissensregion weiter stärken und industrielle Zusammenarbeit neu definieren.“

Für das Projekt arbeitet die FH auch mit der Uni Siegen zusammen. Das Vorhaben fügt sich dabei in die Clusterinitiative „DO IT Südwestfalen“ ein. Hier wird zielgerichtet auf den Erhalt wirtschaftlicher Stärke und die Zukunftsfähigkeit südwestfälischer produzierender Unternehmen hingearbeitet.