26.09.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Projekt "Stromsparchek" in Viersen

Projekt "Stromsparchek" in Viersen

Sozial und klimafreundlich zugleich

Das Projekt "Stromsparcheck" startet im Kreis Viersen. Fünf Mitarbeiter beraten Haushalte mit geringem Einkommen zum Thema Stromsparen.

Viersen - "Klimaschutz und Nachhaltigkeit stehen im Fokus der Kreisverwaltung und ich habe mir die Frage gestellt: Wie lassen sich Soziales und Klimaschutz miteinander vereinbaren?", sagte Kreis-Sozialdezernentin Katarina Esser bei der Vorstellung des Projekts Stromsparcheck im Kreis Viersen. "Bei meinen Recherchen bin ich auf den Stromsparcheck gestoßen. Mit dem bundesweiten Projekt werden Langzeitarbeitslose in den Arbeitsmarkt integriert, einkommensschwache Haushalte finanziell entlastet und es werden Energie und CO eingespart. Nicht nur Esser, sondern auch ihre Partner waren von der Idee begeistert. In den Räumen der kaufbar gGmbH stellten Esser, Axel Hummen, stellvertretender Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Viersen, kaufbar-Geschäftsführer Reiner Lennertz und Projektleiterin Nicole Hoffmann den Stromsparcheck im Kreis Viersen vor.

Fünf Personen haben im Kreis Viersen an der 100-stündigen Qualifizierung zum Stromsparhelfer teilgenommen. Welche Bedeutung das Projekt für die Teilnehmer hat, erklärte Hummen: "Das ist ein direkter Wiedereinstieg in den ersten Arbeitsmarkt. Genau das wollen wir erreichen. Außerdem können sich die Mitarbeiter weiterqualifizieren bis zum zertifizierten Energieberater." Profiteure sind aber nicht nur die neuen Mitarbeiter, sondern auch die Haushalte, die beraten werden. "Sie können konkret bis zu 200 Euro im Jahr einsparen“, erläuterte Hoffmann. "Außerdem haben die Stromsparhelfer Energiesparartikel wie zum Beispiel LEDs oder Wasserspar-Duschköpfe im Wert von bis zu 70 Euro dabei, welche die Haushalte behalten können" Ein wichtiger Faktor für die Einsparung von Strom ist die Umstellung auf energieeffiziente Kühlgeräte. "Hier gibt es die Möglichkeit, Gutscheine im Wert von bis zu 350 Euro zu erhalten", so Hoffmann weiter. Die Voraussetzungen: Der Haushalt hat am Stromsparcheck teilgenommen und das Gerät messen lassen, das Gerät ist älter als zehn Jahre und das neue Gerät weist die Energieeffizienzklasse A+++ aus.

Wie aber kommen die Haushalte an einen Termin für den Stromsparchek? "Sie können sich gerne telefonisch bei uns melden oder in unseren Geschäftsstellen in Viersen und Kempen vorbeikommen," so Lennertz. Info-Flyer liegen an zahlreichen Stellen aus und das Team hat sich in ersten Infoveranstaltungen bekannt gemacht. Für 2020 sind zunächst einmal 180 Checks geplant. Das Projekt ist vorerst auf drei Jahre befristet. Es sei aber nicht unrealistisch, dass es den Stromsparcheck im Kreis Viersen auch über diesen Zeitrahmen hinaus geben wird, so das einhellige Fazit der Kooperationspartner.


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