26.09.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Projekt "Neustart" hilft erwerbslosen Müttern

Projekt "Neustart" hilft erwerbslosen Müttern

Organisatoren ziehen erste positive Resonanz

In Kooperation mit dem Jobcenter Krefeld hat die Kommunale Zentralstelle für Beschäftigungsförderung der Stadt (KomZfB) das Projekt "Neustart" ins Leben gerufen.

Krefeld - Es richtet sich an erwerbslose Mütter mit Kindern unter drei Jahren, die noch keine Kita besuchen. Für jeweils drei Stunden kommen sie dreimal in der Woche in die kindgerecht hergerichteten Räume an der Hubertusstraße 82-88 in der Krefelder Innenstadt. Während die Kinder betreut sind, treffen sich die Mütter, um eigene selbstbestimmte Themen zu erarbeiten. Hier geht es von der Freizeitgestaltung über Geldsorgen bis zur Möglichkeit, Bewerbungen zu schreiben oder einen Schulabschluss ins Auge zu fassen. Für diese Fragen und konkrete Hilfen stehen der Gruppe zwei sozialpädagogische Fachkräfte zur Verfügung. Regelmäßig eingeladene Referenten stellen den Müttern zudem das Hilfesystem in Krefeld vor, so dass sie erste Kontakte knüpfen können.

Sozialpädagogin Anette Hauschild kümmert sich neben der Gestaltung des Gruppenalltags um konkrete Unterstützung der Frauen in Bezug auf eine berufliche Zukunftsperspektive. "Die Frauen, die zu uns kommen, bringen sehr unterschiedliche Vorraussetzungen mit. Von der abgebrochenen Schulausbildung bis zum Studienabschluss ist alles dabei. Manche sind alleinerziehend, andere leben mit dem Vater des Kindes zusammen", berichtet sie und führt weiter aus: "Trotz dieser unterschiedlichen Hintergründe ist den Müttern eines gemeinsam: Sie sind sich ihrer eigenen Stärken nicht bewusst und wissen oft nicht, wie sie berufliche Perspektiven entwickeln sollen, um langfristig unabhängig von Sozialleistungen zu werden". Die Bilanz von "Neustart" fällt nach sechs Monaten durchweg positiv aus. Sechs der insgesamt 15 Teilnehmerinnen befinden sich derzeit in Bewerbungsverfahren um einen Platz in der Abendschule, ein Praktikum, eine Ausbildung oder eine Beschäftigung im Arbeitsmarkt. In der Weiterführung des Projekts im kommenden halben Jahr sind zurzeit noch einige wenige Plätze in der Gruppe frei. Interessierte Frauen können mit den Sozialpädagoginnen vor Ort unter Telefon 02151 863426 einen Termin für ein unverbindliches ?Hineinschnuppern? vereinbaren.


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