Produkte an Raststätten in Deutschland im Schnitt teurer als an Autohöfen

Beim Essensangebot Mangel an vegetarischen Alternativen

Produkte an Raststätten sind einer ADAC-Erhebung zufolge im Schnitt teurer als an Autohöfen, die abseits von Autobahnen liegen.

Berlin - 13 von 14 getesteten Produkten waren im Schnitt an Raststätten teurer, teilte der Automobilclub am Dienstag mit. Für belegte Brötchen, süß gefüllte Croissants oder eine Flasche Cola mussten die Tester im Schnitt etwa ein Drittel mehr bezahlen.

Für einen halben Liter Wasser verlangten Raststätten 51 Prozent mehr als Autohöfe. Vor allem bei Handdesinfektionsmittel war die Preisspanne groß: Das günstigste kostete 50 Cent, das teuerste 5,99 Euro. Alle Produkte hatten die gleiche Menge. Beim Schnitzel lag die Preisspanne zwischen 5,20 Euro und 14,90 Euro.

Der ADAC testete im Juli zweimal jeweils 35 Raststätten und Autohöfe. Vegetarische Alternativen zum Schnitzel blieben bei beiden Tests Mangelware: In 20 beziehungsweise zehn Betrieben gab es keine vegetarische Alternative wie Nudeln mit Soße als Hauptgericht.

Für den Toilettenbesuch verlangten knapp die Hälfte der Autohöfe Geld: 31 Prozent orientierten sich am Sanifair-Konzept, bei dem 70 Cent für einen 50 Cent Gutschein bezahlt werden müssen. 23 Prozent gaben einen gleichwertigen Gutschein aus.

Beim Tanken schnitten Autohöfe ebenfalls besser ab als Raststätten. Im Schnitt bezahlten Kunden 26 beziehungsweise 25 Cent weniger für den Liter Benzin oder Diesel. Im Einzelfall lag die Differenz bei bis zu 39 Cent.

Beim Preisvergleich wurden die Bedürfnisse einer vierköpfigen Familie betrachtet. Die Tester gingen von einem Stopp aus, bei dem getankt, gegessen, eingekauft und die Toilette benutzt wird. Untersucht wurden Betriebe an den Autobahnen A1 bis A9 sowie an der A24, A61, A81 und A93.

(xity, AFP)