14.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Pro Asyl fordert Aufnahme weiterer Syrer in Deutschland

Pro Asyl fordert Aufnahme weiterer Syrer in Deutschland

"Nachzug nicht durch eine starre Obergrenze deckeln"

Die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl setzt sich für die Aufnahme weiterer Syrer in Deutschland ein. Die deutschen Innenbehörden haben zweimal die Aufnahme eines Kontingents von jeweils 5000 Hilfsbedürftigen aus dem Bürgerkriegsland beschlossen.

Die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl setzt sich für die Aufnahme weiterer Syrer in Deutschland ein. "Bei mehr als 50.000 in Deutschland lebenden Syrern und zahlreichen deutschen Staatsbürgern syrischer Herkunft darf der Nachzug von Angehörigen nicht durch eine starre Obergrenze gedeckelt werden", erklärte Pro-Asyl-Geschäftsführer Günter Burkhardt. Allein mit der Festlegung eines weiteren Kontingents werde der Lage syrischer Flüchtlinge mit Angehörigen in Deutschland nicht ausreichend Rechnung getragen. "Die umständliche Abwicklung der Aufnahme in Kontingenten führe zu monatelangen Verzögerungen."

Dennoch begrüßte Pro Asyl die Absichtserklärung von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und einigen seiner Länderkollegen, weitere Syrer in Deutschland aufnehmen zu wollen. Über Art und Umfang einer möglichen weiteren Aufnahme solle noch während der Umsetzung der derzeit laufenden Verfahren entschieden werden, hatten die Ressortchefs am Donnerstag nach einer Begegnung erklärt. Daher sollten auch die über die Kontingente hinausgehenden Anträge von den zuständigen Behörden bearbeitet werden.

Nach Auffassung von Pro Asyl muss auch für jene syrische Flüchtlinge, die sich auf eigene Faust auf den Weg gemacht haben und über ein anderes europäisches Land nach Deutschland einreisen, eine Regelung gefunden werden. Sie dürften nicht mehr aufgrund der Dublin-III-Verordnung in andere europäische Länder zurückgeschoben werden.

Die deutschen Innenbehörden haben zweimal die Aufnahme eines Kontingents von jeweils 5000 Hilfsbedürftigen aus dem Bürgerkriegsland beschlossen, zuletzt im Dezember vergangenen Jahres.

© 2014 AFP


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