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Premiere für "Die Fantastische Reise ins Ramayana"

Fischelner Grundschüler traten im Stadttheater auf

Krefelder Grundschüler sind seit dem vergangenen Herbst die kreative Inszenierungsklasse im Rahmen des Kulturrucksacks. Am Samstag, 8. Februar, 2014 um 18 Uhr hatte ihr selbst geschriebenes Stück Premiere im Stadttheater Krefeld.

Krefeld - "Das ist Teamarbeit“, sagt Hannah. Die Schülerin der 4a, der "Rabenklasse“ der Katholischen Grundschule Königshof, sitzt mit ihren Mitschülern vor der Bühne des Glasfoyers im Stadttheater. Sie haben Probenpause. Und Proben kann ganz schön anstrengend sein. Jeder muss seinen Einsatz finden, am richtigen Platz stehen und den Text und seine Tanzschritte beherrschen. "Das ist Teamarbeit“, wiederholt Hannah und lobt eine Mitschülerin, die bei der Probe zu ihrem Stück "Die Fantastische Reise ins Ramayana“ gerade besonders gut gespielt hat.

In der Woche vor der ersten Aufführung standt für die Jungen und Mädchen der "Rabenklasse“ Theater spielen auf dem Stundenplan. Gemeinsam mit der Theaterpädagogin Silvia Behnke spielen die Neun- bis Zehnjährigen die einzelnen Szenen und stimmen ihre Auftritte ab. "Es ist ein intensives Projekt und das ist eine sehr kreative Klasse. Sie erleben hier Theater“, sagt Behnke. Wo am kommenden Samstag die Zuschauer sitzen werden, steht nun die Theaterpädagogin. Konzentriert beobachtet sie jeden Schritt und jede Bewegung der jungen Akteure, gibt mit den Händen Zeichen oder kurze Stichworte. Die Schüler spielen ihre Rollen, achten aber immer wieder mit einem Blick auf sie und ihre Mitspieler.

Für die "Rabenklasse“ begann das Theaterprojekt bereits im vergangenen Oktober. Ausgangspunkt war das Wintermärchen-Ballett "Prinz Rama“ im Stadttheater, dessen Generalprobe sich die Schüler ansahen. "Wir haben aber auch hinter die Kulissen des Theaters, wie in die Requisite und Maske geschaut“, berichtet Klassenlehrerin Julia Claßen. Danach beschäftigten sich die Grundschüler mit ihrem Stück, sammelten Ideen, entwickelten Tänze und machten sich ans Schreiben. "Sie wollten die Vorgeschichte zum eigentlichen Stück aufführen, wie konnte der Bösewicht so böse werden. Unser Ende ist so zum Anfang des Märchens geworden“, erklärt Claßen. Die Rollen wurden verteilt. Zu den ersten Proben im Klassenraum oder der Sporthalle der Schule Königshof kam auch immer wieder Theaterpädagogin Silvia Behnke hinzu. "Hier im Theater beschäftigen wir uns nun intensiv mit den Tanzszenen“, so Behnke.

Wo es sich anbot, haben Claßen und ihre Lehrerkollegin Constanze Dietz das Thema "Theater“ in den regulären Unterricht eingebunden. "Im Zusammenhang mit dem Drehbuch haben wir die wörtliche Rede eingebunden“, so die Klassenlehrerin. "Und im Kunstunterricht fertigten wir die Masken an“, fügt Dietz hinzu. Da der Regelunterricht nicht unter dem Projekt leiden sollte, haben Schüler, Eltern und Lehrer auch ihre Freizeit in das Vorhaben investiert. Das habe sich aber gelohnt, findet wie alle Schüler auch Lisa: "Das ist schon ein cooles Projekt. Dass wir die Chance haben, daran teilzunehmen, ist echt toll.“ Das Stadttheater Krefeld sorgt, wie bereits im vergangenen Jahr, für das professionelle Umfeld. Aus den Mitteln des Kulturrucksacks konnte die Theaterwerkstatt einige Kulissenelemente nach Vorlagen der Schüler herstellen, Kostüme kamen aus dem Fundus. "Ich finde es cool, dass wir eine richtige Bühne mit Licht und Effekten haben“, sagt Joel, der für die Technik verantwortlich ist.

Das Erlebnis "Theater“ beinhaltet für die beiden Lehrerinnen allerdings noch ganz andere Aspekte. "Es stärkt vor allem die Gemeinschaft. Jeder achtet auf den anderen“, betont Claßen. Außerdem unterstützen die Eltern das Projekt. Ein Ziel des Kulturrucksackes, Kinder an Kultur und Kultureinrichtungen heranzuführen, sieht Dietz mit dem Projekt auch erreicht: "Es ist für viele Kinder nicht mehr selbstverständlich, ins Theater zu gehen. Das Projekt wird sie sicherlich prägen.“ Für Eltern und Schüler könnte es eine Motivation sein, zukünftig öfter in das Theater zu gehen.

Für über 18 000 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 14 Jahren in den Städten Krefeld, Viersen und Willich steht das Angebot "Kulturrucksack“ seit 2012 zur Verfügung. Dabei haben kulturelle Institutionen der Städte und freie Kulturschaffende eine Angebotspalette für Kinder und Jugendliche geschaffen, um sie für Kultur zu begeistern und sie in kreative Schaffensprozesse als Akutere einzubinden. Das Projekt "Kulturrucksack“ wird mit neuen Angeboten, unter anderem einer neuen "Kreativen Inszenierungsklasse“, fortgesetzt. Weitere Informationen stehen auf der Internetseite www.krefeld.de/kulturbuero unter dem Stichwort "Kulturrucksack“.


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