Positive Prognose für Erwerbspersonen in NRW

Zuwachs bis 2020 um 5,1 Prozent erwartet

In Nordrhein-Westfalen wird die Zahl der Erwerbspersonen bis zum Jahr 2020 um 5,1 Prozent ansteigen.

Düsseldorf - Das geht aus einer aktuellen Modellrechnung zur Entwicklung der Erwerbspersonen in NRW hervor, die vom Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen vorgelegt wurde. Nach Berechnung des Statistischen Landesamtes wächst die Zahl der männlichen Erwerbspersonen (+6,3 Prozent) in diesem Zeitraum deutlicher als die der weiblichen (+3,7 Prozent). Langfristig wird bis zum Jahr 2060 von einem Rückgang der Erwerbspersonenzahl (-14,3 Prozent) ausgegangen. Unterschiede gibt es hinsichtlich der Altersstruktur: Die stärksten Veränderungen sind im Jahr 2030 zu erwarten: Dann wird es den niedrigsten Anteil (8,9 Prozent) an unter 25-jährigen und den höchsten Anteil (13,6 Prozent) an über 65-jährigen Erwerbspersonen geben.

Die Statistiker haben diese Modellrechnung regionalisiert für die kreisfreien Städte und Kreise in NRW mit einem Zeithorizont bis zum Jahr 2040 angefertigt. Bis 2020 lässt sich für die meisten kreisfreien Städte und Kreise ein Anstieg der Erwerbspersonenzahl feststellen. Die Situation wird sich bis 2040 verändern: Die Erwerbspersonenzahl sinkt in NRW um 7,9 Prozent, dann können nur noch neun der kreisfreien Städte und Kreise, z. B. Köln (+14,8 Prozent), Düsseldorf (+9,8 Prozent) und Münster (+9,8 Prozent) Zuwächse verzeichnen. Die stärksten Rückgänge an Erwerbspersonen wird es in den Kreisen der Regierungsbezirke Detmold (Kreis Höxter: -25,9 Prozent) und Arnsberg (Märkischer Kreis: -28,6 Prozent; Hochsauerlandkreis: -27,4 Prozent) geben.

Wie die Statistiker weiter mitteilen, ist bei diesen Berechnungen zu berücksichtigen, dass in den vorliegenden Ergebnissen die aktuelle Bevölkerungsentwicklung ? insbesondere der Zuzug von Schutzsuchenden - noch nicht berücksichtigt werden konnte.