14.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Popkulturhelden Hand in Hand für "Diversion"

Popkulturhelden Hand in Hand für "Diversion"

Designer der FH D gewinnen Plakakatwettbewerb

Spiderman und Donald Duck, Batman und Popeye, Homer Simpson und Mickey Mouse gehen "Hand in Hand for Diversion". Der Grafikdesignstudent Nam Do Hoai von der FH Düsseldorf gewann den aktuellen Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks.

Düsseldorf - Die Fachhochschule Düsseldorf war gleich doppelt erfolgreich: Auch einer der beiden, mit 1.000 Euro dotierten, zweiten Plätze geht an einen Design-Studenten dieser Hochschule: an Thomas Stralek für sein Plakat "Diversität – Identität“, eine typografische Arbeit.
Beide Preisträger, Nam Do Hoai und Thomas Stralek, wurden von betreut von Professor Wilfried Korfmacher, der schon zahlreiche Preisträgerinnen und Preisträger dieses Wettbewerbs begleitet hat.
Thema war die zunehmende Diversität und Pluralität der Studierenden an Deutschlands Hochschulen. Sie wird mit dem hochschulpolitischen Schlagwort "Diversion" bezeichnet. Damit werden unterschiedlichste Gruppen von Studierenden bezeichnet, beispielsweise ausländische Studierende, Studierende mit Kind, Studierende mit Behinderung oder chronischer Krankheit oder berufsbegleitende, ältere Studierende. Die Design-Studierenden waren eingeladen, positive, lustige, überraschende oder auch hintergründige Plakate zu "Diversion" zu entwerfen.
Bei dem Thema "Diversion" kommen zwei Ziele der Lehre von Professor Wilfried Korfmacher kongenial zusammen: Social Design und Plakatgestaltung. "Macht Sinn! So lautet das Motto, mit dem sich die Studierenden doppelt motivieren lassen. Besonders gut gelingt das, wenn sie gesellschaftliche Probleme mit plakativen Mitteln auf den Punkt bringen können", so der Düsseldorfer Designer und Psychologe, der mit seinen Studierenden bereits große Kampagnen für AIDS und Alzheimer oder für die Düsseldorf Obdachloseninitiative fiftyfifty realisierte. Diversität, Nachhaltigkeit, Inklusion ... "Was nützen uns die besten Analysen und Prognosen ohne geeignete kommunikative Strategien. Mit kreativen Mitteln entdecken die jungen Gestalter oft überraschende und überzeugende Lösungen für relevante Botschaften", sagt Korfmacher. Der Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks ist daher eine feste Größe in Korfmachers Studienangebot: "Die Aufgaben sind anspruchsvoll und die Ergebnisse bewegen etwas. Mit der Ausstellung der Arbeiten erreichen wir die Menschen, die wirklich betroffen sind. Das ist die beste Belohnung in einem spannenden Studium. Und dazu gratuliere ich unseren Preisträgern ganz herzlich."
Insgesamt haben sich an dem Plakatwettbewerb 296 Design-Studierende von 24 Hochschulen aus ganz Deutschland beteiligt; sie haben 442 Plakate beim Deutschen Studentenwerk eingereicht. Eine Fachjury hat das Preisgeld von insgesamt 5.500 Euro auf drei dritte Plätze zu jeweils 500 Euro, auf zwei zweite Plätze zu 1.000 Euro und einen ersten Platz mit 2.000 Euro aufgeteilt.
Sieger Nam Do Hoai ist selbst ein Beispiel für "Diversion": Er stammt aus Vietnam und studiert Grafikdesign an einer tschechischen Hochschule; an der FH Düsseldorf ist er derzeit Austauschstudent.
Eine Auswahl von 30 Plakaten zum Thema "Diversion? Ja bitte!" geht auf Tour durch Studentenwerke in ganz Deutschland. Die Gäste der Preisverleihung wählen heute Abend vier Plakate zum Druck aus; sie können in Kürze beim Deutschen Studentenwerk in Berlin bestellt werden.
Der Wettbewerb wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung; das Museum für Kommunikation Berlin ist Kooperationspartner.

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