13.07.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Polizistin in Bayern wegen Einbrüchen und Besitzes von Kinderpornos angeklagt

Polizistin in Bayern wegen Einbrüchen und Besitzes von Kinderpornos angeklagt

Landgericht Landshut prüft Anklage

Eine Polizistin aus dem Raum Landshut ist unter anderem wegen Einbruchs und Verletzung des Dienstgeheimnisses angeklagt worden.

Landshut - Wie die Behörde Landshut am Donnerstag mitteilte, wurden auf dem Computer der inzwischen suspendierten Polizeihauptmeisterin außerdem kinder- und jugendpornografische Bilder gefunden. Die Große Strafkammer des Landgerichts Landshut prüft demnach die Ende Januar erhobene Anklage.

Der Polizeibeamtin werden unter anderem drei Einbrüche mit einem insgesamt fünfstelligen Schaden sowie zwei versuchte Einbrüche ab November 2017 vorgeworfen, die sie aus "finanzieller Schieflage" heraus mit ihrer ehemaligen Lebensgefährtin geplant haben soll. In diesem Zusammenhang soll sie auch "im polizeilichen Datenbestand gezielt nach kürzlich verstorbenen Personen" gesucht haben.

Laut Staatsanwaltschaft steht die Frau außerdem im Verdacht, einem Tatverdächtigen auf ihrer Dienststelle im Dezember 2016 Geld gestohlen zu haben. Wie die Behörde weiter mitteilte, "wurden bei einer Wohnungsdurchsuchung im April 2018 auf ihrem Computer kinder- und jugendpornografische Bilder aufgefunden".

Die Ermittlungen kamen demnach ins Rollen, weil einem Zeugen das Auto der Komplizin aufgefallen war. Die ehemalige Freundin der Angeklagten wurde Ende 2018 vom Amtsgericht München zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. "Das Verfahren gegen die Polizeibeamtin dauerte hingegen länger, weil die Ermittlungen immer mehr Tatvorwürfe zu Tage förderten", erklärte die Staatsanwaltschaft.

Nun droht der Beamtin womöglich eine längere Gefängnisstrafe. Allein Wohnungseinbruch mit Diebstahl wird laut der Behörde mit bis zu zehn Jahren Gefängnis geahndet. "Bis auf wenige Abfragen im polizeilichen Datenbestand" bestreite die Angeklagte "im Wesentlichen" alle Vorwürfe.

(xity, AFP)


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