Polizisten sollen Liegestütze am Berliner Holocaust-Mahnmal gemacht haben

Polizeipräsidentin Slowik verurteilt "Fehlverhalten" von Beamten

Polizisten sollen am Holocaust-Mahnmal in Berlin Liegestütze gemacht haben. Die "Bild"-Zeitung und die "B.Z." berichteten von Videoaufnahmen, die uniformierte Beamte bei Sportübungen an den Blöcken des Mahnmals zeigen sollen.

Polizisten sollen am Holocaust-Mahnmal in Berlin Liegestütze gemacht haben. Die "Bild"-Zeitung und die "B.Z." berichteten am Montag von Videoaufnahmen, die uniformierte Beamte bei Sportübungen an den Blöcken des Mahnmals für die ermordeten Juden in Europa zeigen sollen. Ein Sprecher der Polizei bestätigte, dass es sich um Einsatzkräfte der Polizei handle. Die Details würden dem Polizeipräsidium "noch zugearbeitet".

Den Berichten zufolge soll sich der Vorfall bereits am Pfingstwochenende zugetragen haben. Die Beamten gehörten demnach zu einer Alarmhundertschaft, die wegen mehrerer Demonstrationen im Regierungsviertel eingesetzt war.

Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik entschuldigte sich "für dieses Fehlverhalten". Das Mahnmal sei ein "Ort der Erinnerung und des Gedenkens an die sechs Millionen jüdischen Opfer des Holocaust" sowie ein "Ort der Mahnung für die Gegenwart, für die Zukunft", erklärte sie.

"Das Verhalten der Kollegen ist eine Missachtung dessen, wofür gerade dieses Mahnmal steht, und entspricht nicht der Achtung, die ihm entgegengebracht werden muss und die ihm von der Polizei Berlin auch entgegengebracht wird", betonte Slowik. Es verletze das Andenken an die Ermordeten. Sie kündigte an, dass der Vorfall dienstrechtlich aufgearbeitet werde.

© 2021 AFP