Polizei in NRW künftig mit CO-Warnern unterwegs

Reul: "CO-Warner sind kleine große Lebensretter"

Das nordrhein-westfälische Innenministerium stattet die Polizei landesweit mit Kohlenmonoxid-Warngeräten aus - umgangssprachlich CO-Warner genannt.

Düsseldorf - Die handflächengroßen und rund 150 Gramm leichten Geräte zeigen an, wenn sich Kohlenmonoxid in der Luft befindet; bereits in geringen Mengen ist das farb-, geruch- und geschmackslose Gas lebensgefährlich. „Die CO-Warner sind kleine große Lebensretter“, sagte Innenminister Herbert Reul. „Mit ihnen sind die Polizistinnen und Polizisten noch sicherer unterwegs. Im Übrigen profitiert nicht nur die Polizei, sondern die CO-Warner schützen auch die Menschen in der unmittelbaren Einsatz-Umgebung vor einer Vergiftung.“

Gefahrenquellen von Kohlenmonoxid sind offene Kamine, defekte Gasthermen oder Heizungsanlagen. Auch ein Holzkohlegrill kann eine Ursache für die Entstehung von Kohlenmonoxid sein. Registriert der CO-Warner das Gas, gibt er visuelle und akustische Signale von sich und weist so die Beamtinnen und Beamten auf die unsichtbare Gefahr hin.

Geplant ist, dass jeder Streifenwagen mit einem Gerät ausgestattet wird. Die CO-Warner können an den Schutzwesten der Polizistinnen und Polizisten befestigt und so bei jedem Einsatz getragen werden. Insgesamt kosten die 1.550 Geräte sowie zusätzliches Equipment rund eine Million Euro. Mit der ersten Lieferung rechnet das Innenministerium im ersten Halbjahr 2022.