22.09.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Polizei fühlt sich im Kampf gegen Terror allein gelassen

Polizei fühlt sich im Kampf gegen Terror allein gelassen

GdP-Chef Malchow: Personal und Ausrüstung fehlen

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat Bund und Ländern vorgeworfen, die Polizei in Deutschland im Kampf gegen den internationalen Terrorismus allein zu lassen.

Berlin - "Terroristen sind kreuz und quer in Europa unterwegs, um gezielt Menschen zu töten", erklärte der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow nach einer dreitägigen Bundesvorstandssitzung der Gewerkschaft in Dresden. "Was in Paris, Kopenhagen und beinahe auch in Bremen passiert ist, kann uns jede Stunde bevorstehen."

Der Polizei fehlten angesichts der Bedrohung aber Ausrüstung und Personal, kritisierte Malchow. Es gebe nicht genug Polizisten, um "hunderte von potenziellen Terroristen zu überwachen und in Schach zu halten". Auch sei die Polizei "gegen die schweren Waffen, mit denen Terroristen ausgerüstet sind, nicht ausreichend geschützt", bemängelte der GdP-Chef. "Wir müssen offen sagen, dass nicht einmal jeder Polizist über eine eigene Schutzweste verfügt."

Malchow zufolge ist die Polizei "kaum noch in der Lage", Alltagskriminalität wie die Bekämpfung der Wohnungseinbrüche, zu bewältigen. "Das ist das Ergebnis einer verfehlten Politik im Bund und in den Ländern."

(xity, AFP)


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