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Polizei Düsseldorf beendet Diebesserie

Taxifahrer reihenweise in Falle gelockt

Seit Mitte Januar sorgte eine Diebesbande bei Düsseldorfs Taxifahrern für Verunsicherung. Während die Dienstleister glaubten einen Kunden abzuholen, lauerte das Trio ihnen auf und brach in ihre Droschken ein.

Düsseldorf - In den Abendstunden des 11. Januar 2019 wurde ein Taxifahrer zu einem Haus an der Urdenbacher Allee bestellt. Der Mann verließ sein Fahrzeug und ging zu Fuß zu der Abholanschrift. Dort wusste jedoch niemand etwas von der Order. Zurück an seiner Droschke, hatten Unbekannte das Auto aufgebrochen und ausgeplündert.

Nach weiteren Taten dieses Modus operandi an den Folgetagen, war den Fachleuten der Kriminalpolizei schnell klar, dass sie es hier mit einer Serie zu tun hatten und bildeten die Ermittlungskommission "EK Taxi". Immer wieder wurden Fahrzeuge speziell im Düsseldorfer Süden in kleine Stichstraßen und Sackgassen bestellt, wo die Fahrer die Autos verlassen, um beispielsweise mit dem Gepäck zu helfen. Diese Gelegenheit nutzten die Täter aus, um die Scheiben einzuschlagen und vorrangig die jeweilige Börse zu entwenden.

In enger Zusammenarbeit mit den Taxiunternehmen führten die kriminalpolizeilichen Ermittlungen auf die Spur von drei polizeibekannten Männern aus Nordafrika. Es folgten unter anderem Überwachungsmaßnahmen, die am Sonntag, 10. Februar 2019, in der Festnahme der Beschuldigten auf frischer Tat in Erkrath mündeten.

Eine Anschließende Durchsuchung bei dem 29-jährigen Haupttäter an seiner Wohnanschrift auf der Hersfelder Straße förderte unteranderem eines der Handys zutage, von dem aus das Trio angerufen hatte. Auch seine Komplizen, ein 49-jähriger Düsseldorfer und ein 33 Jahre alter Algerier ohne festen Wohnsitz, wurden vorläufig festgenommen. Die Bande wurde am Montag einem Richter vorgeführt, der die beiden Marokkaner (beide einschlägig vorbestraft) in Haft schickte.

Die Männer werden derzeit für mindestens 13 Taten verantwortlich gemacht. Wie oft sie es darüber hinaus versucht haben, ist noch unklar und wird noch zu ermitteln sein. Den aktuellen Beuteschaden (ohne Sachschäden) beziffert die Kripo mit rund 7.000 Euro.


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