Politiker und Institutionen erhalten Drohschreiben wegen Impfpflicht

Vermeintlich kontaminierte verschickte Fleischstücke aber ungefährlich

Mehrere ranghohe Politiker, Medien und Institutionen haben Drohschreiben mit beigelegten Fleischstücken wegen der geplanten Impfpflicht erhalten.

Berlin - In Berlin wurde am Mittwoch rund ein Dutzend Verfahren wegen der Sendungen eingeleitet, wie eine Polizeisprecherin sagte. Der Staatsschutz des Landeskriminalamts nahm Ermittlungen wegen der Störung des öffentlichen Friedens und der Androhung von Straftaten auf.

Laut Polizeiangaben waren den Drohbriefen vermeintlich kontaminierte Fleischstücke in Alufolie beigelegt. Laboranalysen beim Landeskriminalamt hätten jedoch ergeben, dass von dem Fleisch keine Gefahr ausgegangen sei. Um welche Art von Fleisch es sich handelte und wer der Absender der Schreiben sein könnte, wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht sagen.

Zuerst hatten das ARD-Hauptstadtstudio und das ARD-Politikmagazin "Kontraste" über die Drohschreiben berichtet. Demnach waren die Fleischstücke mit dem Hinweis versehen, dass sie "mit ausstrahlenden Covid-19 Viren und mit Zyklon B durchseucht" seien. Der Widerstand gegen die Corona-Impfung und die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus werde "blutig und unappetitlich", habe es weiter geheißen.

(xity, AFP)