18.11.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Politbarometer: Mehrheit für Fortbestand der großen Koalition bis 2021

Politbarometer: Mehrheit für Fortbestand der großen Koalition bis 2021

Unterstützung auch für volle Amtszeit von Kanzlerin Merkel

Trotz aller Querelen in der großen Koalition fänden es zwei Drittel der Bundesbürger gut, wenn die Bundesregierung aus Union und SPD bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2021 im Amt bleibt.

Berlin - Diese Ansicht vertraten in dem am Freitag veröffentlichten ZDF-"Politbarometer" 68 Prozent aller Befragten und sogar 89 Prozent der CDU/CSU-Anhänger sowie 83 Prozent der SPD-Anhänger.

Drei Viertel (73 Prozent) aller Befragten rechnen auch damit, dass das Regierungsbündnis bis zur nächsten Bundestagswahl bestehen bleibt. Deutliche Zustimmung von 70 Prozent fand auch die Absicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), bis 2021 im Amt zu bleiben.

Wenn bereits am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die Union aber nur noch auf 27 Prozent und würde damit im Vergleich zur Umfrage im Oktober zwei Prozentpunkte verlieren. Ihr Regierungspartner SPD verharrt bei 14 Prozent. Die Grünen würden zwei Punkte auf 22 Prozent verlieren, die Linke dagegen zwei Punkte auf zehn Prozent zulegen. Die AfD verbessert sich um einen Punkt auf 14 Prozent, die FDP um ebenfalls einen Punkt auf sieben Prozent.

Damit hätte als einziges Zweier-Bündnis eine Koalition aus CDU/CSU und Grünen eine Mehrheit. Für eine grün-rot-rote Koalition würde es dagegen nicht reichen.

In der Frage der Kanzlerkandidatur der CDU/CSU scheint der CDU-Politiker Friedrich Merz Favorit der Unionsanhänger zu sein, allerdings hat auch er keine Mehrheit hinter sich. Gut ein Drittel (35 Prozent) von ihnen ist der Meinung, dass die Union mit ihm die größten Chancen für ein gutes Ergebnis bei der Bundestagswahl hätte.

Danach folgen Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet mit 15 Präsident, der bayerische Regierungschef Markus Söder mit 14 Prozent und Gesundheitsminister Jens Spahn mit zwölf Prozent. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer schreiben dagegen nur acht Prozent der Unionsanhänger die größten Chancen zu.

Bei der Stichwahl um den SPD-Vorsitz liegt unter den SPD-Anhängern das Duo aus Finanzminister Olaf Scholz und der Brandenburger Landespolitikerin Klara Geywitz klar vorne. 40 Prozent von ihnen meinen, dass dieses Kandidatenpaar am besten geeignet wäre. Nur knapp ein Viertel (23 Prozent) ist der Ansicht, dass das Konkurrenzduo aus Nordrhein-Westfalens früherem Finanzminister Norbert Walter-Borjans und der Bundestagsabgeordneten Saskia Esken am besten wäre. Mehr ein Drittel (37 Prozent) der SPD-Anhänger sieht sich allerdings nicht in der Lage, ein Urteil abzugeben.

Für das "Politbarometer" befragte die Forschungsgruppe Wahlen von Dienstag bis Donnerstag 1264 Wahlberechtigte. Der Fehlerbereich liegt bei einem Anteilswert von 40 Prozent bei drei Prozentpunkten, bei einem Wert von zehn Prozent bei zwei Punkten.

(xity, AFP)


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