21.10.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> "PinguinPool" Die neue Attraktion im Zoo Krefeld

"PinguinPool" Die neue Attraktion im Zoo Krefeld

Auge in Auge mit den Pinguinen

20 Pinguine und eine Kolonie Inka-Seeschwalben freuen sich im Krefelder Zoo über den Einzug in ihre beeindruckende Anlage, den neuen "PinguinPool". Rechtzeitig zu den Osterfeiertagen ist die 800 Quadratmeter große, naturnahe Anlage fertiggestellt.

Krefeld - Vor den Augen der Besucher eröffnet sich ein felsiges Küstenpanorama in dessen Vordergrund ein Wasserbecken mit einer Fläche von 250 Quadratmetern in eine Dünenlandschaft eingebettet liegt. Durch eine große Scheibe können die flinken Schwimmvögel nun gut bei ihren rasanten "Unterwasserflügen“ beobachtet werden. Überspannt wird die Anlage von einer unauffälligen, feinmaschigen Netzkonstruktion, die die Inka-Seeschwalben am Entweichen hindert. Der Clou an der neuen Anlage: Ein Weg führt mitten durch die Anlage. So können Vögel und Besucher sich nahe wie nie zuvor kommen.

Bei der Planung des "PinguinPools“ wurde die Zooleitung durch das Architekturbüro Buchert aus Landau unterstützt, das bereits Erfahrung mit dem Bau einer Pinguinanlage im dortigen Zoo hatte. Gestaltet wurde die natürlich anmutende Felsenlandschaft durch die Brüder Uwe und Andreas Thürnau von der Firma studio grafico naturalistico aus Berlin. Mit viel Erfahrung im Bau von naturnahen Kunstfelsen und der Gestaltung von Natur-Dioramen verwandelten sich in den vergangenen Monaten unscheinbare Betonwände in eine südamerikanische Küstenlandschaft. Zoogärtner und –handwerker sorgten anschließend für die landschaftsgärtnerische Gestaltung. Gräser, niedrig wachsende Pflanzen und südamerikanische Pfennigbuchen bestimmen das Pflanzbild des Geheges. Vorbild ist der natürliche Lebensraum der Humboldt-Pinguine an den felsenreichen Küsten und in den Dünen der Pazifikküste Chiles und Perus. Dort leben sie in großen Kolonien und jagen ihre Hauptbeute, Fische und Tintenfische, in der kalten Humboldt-Meeresströmung der Küstengew.sser.

Zu den Humboldt-Pinguinen und Inka-Seeschwalben werden sich bald auch noch einige Rotschulter- und Zimtenten gesellen. Alle Arten haben eine lange Tradition im Zoo. Humboldt-Pinguine werden schon seit 1960 hier gehalten. Die alte Anlage stammte in ihren Ursprüngen noch aus den 1960er Jahren und wurde 1988 erneuert. Der jetzige Neubau wurde notwendig, da in der alten Anlage immer wieder Pinguine an Infektionserkrankungen verstarben und keine Jungtieraufzucht mehr stattfand.

Die Zoofreunde Krefeld e.V. ermöglichten die vollständige Finanzierung der Pinguinanlage in Höhe von 550.000 Euro. Diese Summe kam durch die Spendenaktionen "Zoolotterie“, "PinguinART“ und "Fördersteine“, aber auch durch zahlreiche private Spenderinnen und Spender sowie durch Sachspenden einzelner Baufirmen zustande. Eine umfangreiche Tafel am Eingang der Anlage weist die Namen der Förderer auf, ohne deren Unterstützung der Neubau nicht möglich gewesen wäre.

Humboldt-Pinguine sind stark bedroht. An der Westküste Südamerikas lebten in den 1950er Jahren ca. 1.5 Millionen Humboldt-Pinguine, heute sind es nur noch etwa 13.000 Tiere. Geht diese Entwicklung weiter, werden sie in den nächsten 30 Jahren dort aussterben. Die Gefährdungsursachen sind Überfischung, Klimaveränderung, Zerstörung von Lebensraum u.a. durch Tourismus und die Verschmutzung der Meere mit Öl und Müll.


Tags:
  • Zoo Krefeld
  • Krefeld
  • Zoo
  • Pinguine
  • PinguinPool
  • Anlage
"PinguinPool" Die neue Attraktion im Zoo Krefeld
Werbung

Copyright 2019 © Xity Online GmbH