Pinguine verlieren mit 1:3 in Hamburg

Caron gegen Duba

Nach dem wichtigen Erfolg gegen die Augsburger Panther am Freitag, 03. Oktober 2014, wollten die Pinguine im Mittags-Spiel bei den Hamburg Freezers nachlegen.

Krefeld - Die Hausherren waren schlecht in die Saison gestartet und grüßten nach zwei Wochen vom Tabellenende, obschon man mit Ex-Pinguin Kevin Clark – neben anderen Topspielern – im Sommer überragend nachgelegt hatte. Der schlechte Start forderte auch den Job von Trainer Benoit Laporte. Am Freitag hatte sich das mit einem Sieg in Schwenningen ausgezahlt. Die Schwarz-Gelben wiederum mussten nach den Verletzungen von Fischer, Meyers und Mebus vor 7.421 Zuschauern mit nur 5 Verteidigern auskommen. Das Duell im Tor lautete Caron gegen Duba.

Das Spiel war gerade eine Minute alt, da zappelte die Scheibe erstmals im Netz. Mitchell hatte das 1:0 für die Hausherren erzielt. Knapp zwei Minuten nach dem Rückstand aber gab es die Chance zum Ausgleich, als Schubert die erste Strafzeit der Partie bekam. Trotz dreier guter Chancen aber blieb das Powerplay ungenutzt. Die Pinguine hatten das Spiel jetzt einigermaßen im Griff, doch ein schwerer Patzer hinter dem eigenen Tor sorgte für das 0:2. Jakobsen setzte sich gegen zwei Pinguine durch und passte vor den Kasten, wo Westcott sofort abzog und Duba keine Abwehrchance ließ.In der Folge wirkten die Schwarz-Gelben etwas verunsichert und konnten sich zunächst keine eigenen Gelegenheiten herausspielen. Im Gegenteil!

Die Freezers agierten druckvoll und plötzlich lag die Scheibe in der 14. Minute erneut im Tor – doch der Treffer wurde wegen Torraumabseits´ nicht gegeben. Knapp 16 Minuten waren absolviert, da musste mit Perrault erstmals ein Pinguin auf die Strafbank. Das starke Unterzahlspiel allerdings funktionierte trotz der bis dato eher enttäuschenden Leistung erneut gut und man konnte einen weiteren Gegentreffer verhindern.Gut eine Minute vor der Pause gab es die zweite Strafzeit der Freezers. In Überzahl zog Long ab, der Abpraller kam zu Perrault, dem es aber nicht gelang, die Scheibe über den bereits am Boden liegenden Caron in die Maschen zu heben. So ging es mit 0:2 und knapp einer Minute Überzahl in die erste Pause.

Die Chance, auf frischem Eis in Überzahl zu agieren, blieb ungenutzt, doch kaum waren die Freezers komplett, da setzte Sofron hinter dem gegnerischen Tor schön nach und legte die Scheibe hart in den Slot, wo er das Bein eines Verteidigers traf und die Scheibe trudelte am chancenlosen Caron vorbei zum Anschluss in die Maschen! Defensiv allerdings machte sich der Ausfall dreier Leistungsträger in der Verteidigung stark bemerkbar. Immer wieder sah sich Duba gefährlich vor ihm auftauchenden Stürmern gegenüber.

So zum Beispiel in der 27., als er bei einem 2 auf 0-Angriff der Hausherren überragend reagierte und sein Team sensationell vor einem höheren Rückstand bewahrte. In der 31. Minute war einmal mehr das Unterzahlspiel der Schwarz-Gelben gefordert, als Hanusch die zweite Strafe der Gäste bekam. Erneut aber funktionierte das Unterzahlspiel hervorragend und ließ nur eine Chance zu, bei der die Scheibe aber nicht aufs Tor kam. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Gäste sich langsam aber sicher stabilisierten und im eigenen Drittel nicht mehr viel zuließen. Torchancen konnten sich beide Teams kaum herausspielen. Knapp zwei Minuten vor der Pause nahm Oppenheimer auf Seiten der Freezers die nächste Strafe, so dass die Pinguine kurz vor der Pause noch einmal die Chance hatten, in Überzahl zum Ausgleich zu kommen. Die Schwarz-Gelben drängten auf den Treffer, konnten aber Caron nicht überwinden und so ging es mit 1:2 in den Schlussabschnitt.

Die Gäste waren natürlich bemüht, jetzt den Ausgleich zu erzielen, doch es kam anders. Die Freezers ließen die Scheibe gut laufen und schließlich stand in der 43. Minute Krämmer völlig frei und hämmerte die Scheibe in den Giebel. Die Pinguine aber antworteten mit schnellen Angriffen. Pietta zog ab, Caron konnte nicht festhalten und zwei Pinguine behinderten sich gegenseitig und brachten die Scheibe nicht am geschlagenen Keeper vorbei. Dreißig Sekunden später war es Long, der durch war, allerdings ebenfalls am Keeper der Freezers scheiterte. Der Angriffsschwung aber wurde in der 46. Minute durch die nächste Strafzeit, es traf Vasiljevs, etwas gebremst, doch erneut überstand man die Unterzahl unbeschadet.

Die Chance zum Anschluss bot sich in der 50. Minute, als nach einem Hamburger Fehler plötzlich Courchaine an die Scheibe kam und abzog, doch Caron konnte parieren. Da der Krefelder Stürmer außerdem gefoult worden war gab es die nächste Strafe der Freezers. In Überzahl lief die Scheibe schnell durch die Reihen und plötzlich stand Hauner frei, doch Caron konnte parieren. Sekunden später war es Sonnenburg, der erneut am Schlussmann scheiterte. Mit noch 30 Sekunden Überzahl gab es eine weitere Strafe der Freezers, so dass man die Chance bei doppelter Überzahl hatte. Die Pinguine aber konnten diese große Chance trotz zweier guter Gelegenheiten nicht nutzen. Gerade kam der vierte Freezer zurück, da rutschte die Scheibe aus dem Drittel und genau in den Lauf des Gegners, der allein auf Duba zuging, die Scheibe aber über das Tor hob.

So blieb die Überzahl letztlich ungenutzt und in der 55. Minute musste in Hanusch der nächste Krefelder auf die Strafbank. Erneut konnte man zwar die Unterzahl überstehen und hatte dabei sogar selbst die besseren Gelegenheiten, doch die Zeit wurde jetzt natürlich knapp. Die Pinguine gaben nicht auf, obschon nicht viel zusammenlaufen wollte. Knapp 2 Minuten vor dem Ende gab es eine weitere Strafe der Hausherren. Bei angezeigter Strafe prallte ein abgefälschter Schuss von Courchaine an den Pfosten.

Dennoch, die Gäste versuchten jetzt natürlich mit 6 gegen 4 – Duba blieb auf der Bank – den Anschluss herzustellen. 31 Sekunden vor dem Ende gab es noch eine weitere Strafe für die Freezers. Somit kämpften die Schwarz-Gelben mit 6 gegen 3 um den Anschluss, doch auch diese Chance blieb ungenutzt und so ging die Partie mit 1:3 verloren.

Für die Pinguine steht jetzt am Mittwoch die letzte CHL-Partie in Vojens an, ehe man am Freitag bei den Kölner Haien wieder um DEL-Punkte kämpft. Den nächsten Heimauftritt der Schwarz-Gelben gibt es am kommenden Sonntag, 12. Oktober 2014, gegen die Thomas Sabo Ice Tigers.


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