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"Pille danach" für junge Frauen weiterhin kostenlos

Bundestag verabschiedet Regelungen zu Notfallmedikament

Auch nach ihrer Freigabe soll die sogenannte Pille danach für junge Frauen unter 21 Jahren weiterhin kostenfrei bleiben, sofern sie ein Rezept vorlegen.

Berlin - Der Bundestag billigte dazu einen entsprechenden Änderungantrag der Koalitionsfraktionen. Die Krankenkassen übernehmen damit wie bisher auch künftig die Kosten für das Medikament, wenn die Frauen in der Apotheke eine ärztliche Verordnung vorlegen. Verzichten die Frauen auf eine Kostenerstattung, erhalten sie die Pille nach Beratung gegen Barzahlung in der Apotheke.

Hintergrund für die Kostenregelung ist die geplante Freigabe der Pille danach, mit der ungewollte Schwangerschaften verhindert werden sollen. Etwa ab Mitte März sollen Notfallkontrazeptiva mit den Wirkstoffen Ulipristalacetat und Levonorgestrel auch in Deutschland rezeptfrei zu bekommen sein. Bisher gibt es sie ausschließlich auf Rezept. Für die Pille soll es auch ein Werbeverbot geben; auch der Versandhandel damit soll unterbunden werden. Der Bundesrat will am 6. März abschließend über die Freigabe der Pille danach entscheiden.

In Deutschland sind zwei verschiedene Präparate als Pille danach verfügbar. Beide Mittel unterdrücken oder verzögern den Eisprung. Sie verhindern dadurch eine Befruchtung, wenn es vor dem Eisprung zum Geschlechtsverkehr gekommen ist. Je mehr Zeit nach dem ungeschützten Sex bis zur Einnahme des Präparats vergeht, desto weniger wirksam ist die Pille danach.

(xity, AFP)


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