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"Peter Grimes" zum letzten Mal im Opernhaus

Letzte Vorstellung in dieser Spielzeit

Am heutigen Dienstag, 10. Juli 2018, ist der Mysterythriller "Peter Grimes" zum letzte Mal in dieser Spielzeit im Opernhaus Düsseldorf zu sehen.

Düsseldorf - Das Stück macht die Bühne zum Schauplatz für eine düstere Kleinstadt an der englischen Ostküste. Dort kursiert das Gerücht, der Fischer Peter Grimes sei schuld am Tod seines Lehrjungen. Das Gerücht wird zum Verdacht und schlägt um in unverhohlenen Hass. Vor der Küste braut sich derweil eine Sturmflut zusammen - in der elektrisierten Atmosphäre wird Grimes zur Zielscheibe der Dorfgemeinschaft, die ihr Urteil längst gefällt hat.

Meisterhaft klangmalerisch hat Benjamin Britten diese Geschichte über Ausgrenzung und Hass komponiert. Psychologisch feinsinnigen Partien setzt er die elementare Kraft des zum Orchesterklang gewordenen Meeres entgegen. Kaspar Zwimpfer hat dazu ein Bühnenbild geschaffen, das in seiner Wucht und gleichzeitigen Fragilität begeistert. Eine gigantische Welle aus Fenstern und Türen scheint auf ihrem Scheitelpunkt erstarrt und steht bedrohlich über der kleinen, ungeschützten Bleibe des Fischers. Dahinter verschanzt sich eine anonyme, unsichtbare Gemeinschaft, sperrt den Verdächtigen aus und stemmt sich gegen die Wenigen, die zu ihm halten.

Inszeniert hat die Oper der aus dem Ruhrgebiet stammende Regisseur Immo Karaman. Ein sehens- und hörenswertes Opernjuwel, das - 1945 uraufgeführt - inzwischen zu einem der erfolgreichsten Stücke der neueren Musikgeschichte zählt.

Zu erleben sind Corby Welch als Peter Grimes, Sylvia Hamvasi als Ellen Orford, Robert Bork als Balstrode, Carole Wilson als Auntie, Lavinia Dames und Monika Rydz als ihre Nichten, Florian Simson als Bob Boles, Sami Luttinen als Swallow, Marta Márquez als Mrs. Sedley, Timothy Robinson alternierend mit Cornel Frey als Horace Adams, James Martin als Hobson und der renommierte britische Bariton Peter Savidge in der Rolle des Ned Keene.

Überdies gestaltet der Chor der Deutschen Oper am Rhein die musikalisch und darstellerisch hoch anspruchsvolle Partie. Es spielen die Duisburger Philharmoniker unter der Leitung von Wen-Pin Chien.


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