Pegida-Gründer sucht Nähe zur AfD

Bachmann bringt Gespräche über Listenbildung ins Spiel

Die fremdenfeindliche und antiislamische Pegida-Bewegung sucht die Nähe zur AfD.

Berlin - Pegida-Gründer Lutz Bachmann sagte am Montagabend auf einer Kundgebung in Dresden, es könnte Gespräche mit der AfD über eine gemeinsame Listenbildung geben. Pegida müsse dafür aber "zwingend notwendig" eine Partei werden, um mit der AfD "auf Augenhöhe" reden zu können.

Bachmann sagte, er sehe eine "derart große Schnittmenge" mit der AfD, so dass man "über persönliche Befindlichkeiten hinwegsehen" müsse. Eine Parteigründung hatte Bachmann schon vor Monaten ins Gespräch gebracht. Im vergangenen Sommer hatte er sogar angekündigt, dass Pegida bei Landtagswahlen antreten wolle.

Auch die AfD-Chefin Frauke Petry hatte in der Vergangenheit die Nähe zu Pegida gesucht und erklärt, es gebe "inhaltliche Schnittmengen" mit dem Anti-Islam-Bündnis. Sie nannte etwa die Forderung nach mehr Bürgerbeteiligung oder nach einem Einwanderungsrecht. Allerdings gibt es innerhalb der AfD keine einheitliche Linie im Umgang mit der Anti-Islam-Bewegung.

Die Pegida-Bewegung geht seit Oktober 2014 in Dresden fast wöchentlich auf die Straße und macht Stimmung gegen Muslime, Flüchtlinge, Politiker und Medien. Am Montag versammelte Pegida nach Angaben der Studenteninitiative "durchgezählt" erneut bis zu 3500 Anhänger in der sächsischen Landeshauptstadt. Ihnen standen rund 300 Gegendemonstranten gegenüber.

(xity, AFP)