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Paritätischer: Arme Menschen nicht als Ausrede für Dumpingpreise benutzen

Verband fordert höhere Hartz-IV-Sätze und höheren Mindestlohn

In der Debatte über Lebensmittelpreise hat der Paritätische Wohlfahrtsverband gefordert, arme Menschen nicht als "Ausrede" für Dumpingpreise bei Supermärkten und Discountern zu benutzen.

In der Debatte über Lebensmittelpreise hat der Paritätische Wohlfahrtsverband gefordert, arme Menschen nicht als "Ausrede" für Dumpingpreise bei Supermärkten und Discountern zu benutzen. "Wir wehren uns dagegen, dass die Armen in diesem Land als Argument gegen Tierschutz oder klimaschädlichen Anbau benutzt werden", erklärte Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider am Montag anlässlich des Spitzentreffens zu Nahrungsmitteln im Kanzleramt.

"Eine Mindestqualität von Lebensmitteln sollte in diesem reichen Land der Standard sein", forderte Schneider. Diese sei "nötig für eine gesunde Ernährung und für eine Landwirtschaft, die das Wohl von Tieren und Umwelt achtet".

Der Paritätische vertrete die Auffassung, dass in deutschen Supermärkten nur Lebensmittel verkauft werden sollten, die klimafreundlich und unter Einhaltung hoher Tierschutzstandards produziert wurden." Dies hat seinen Preis und der muss sich auch in Leistungen wie Hartz IV oder der Altersgrundsicherung abbilden", erklärte Schneider.

"Jeder sollte in die Lage versetzt werden, sich nicht nur gesund, sondern sich guten Gewissens zu ernähren", forderte er. Es brauche daher "dringend höhere Regelsätze in Hartz IV und einen höheren Mindestlohn, damit allen das Einkaufen guter Lebensmittel möglich ist".

© 2020 AFP


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