Ostpark-Siedlung ist überflutet

Über 940 Einsatz bereits abgearbeitet

Das Düssel-Hochwasser hat in der Nacht zum Donnerstag, 15. Juli 2021, einen Sandsackwall an der Zweibrückenstraße überspült und die Ostpark-Siedlung in Gerresheim geflutet.

Düsseldorf - Das historische Hochwasser ist auf über 3 Meter angestiegen. Einsatzkräfte hatten zuvor noch versucht, mit 25.000 zusätzlichen Sandsäcken die kritischen Stellen des Deichs zu stabilisieren. Betroffen vom Hochwasser sind rund 350 Gebäude. Die dort lebenden Menschen sind am Mittwoch, 14. Juli, vom Krisenstab aufgefordert worden, ihre Wohnungen freiwillig zu verlassen. Der Krisenstab der Landeshauptstadt Düsseldorf tagt derzeit zur aktuellen Lage.

Dort, wo möglich, wird die Deichsicherung im Stadtgebiet fortgesetzt. Das gilt auch für die Ostpark-Siedlung. Dort ist die Feuerwehr mit Einsatzkräften vor Ort und steht den Anwohnerinnen und Anwohnern auch als Ansprechpartner, gerade bei Notfällen, zur Verfügung. In räumlicher Nähe ist zudem eine mobile Feuerwache errichtet worden, in der auch wattfähige Fahrzeuge und Boote zur Verfügung stehen. Die Stadt prüft zusammen mit der Netzgesellschaft, wo und wann welche Bereiche dort wieder mit Strom versorgt werden können.

Wegen des Starkregenereignises ist die Düsseldorfer Feuerwehr seit den frühen Morgenstunden des 14. Juli im Großeinsatz. Aktuell sind mehr als 940 Einsätze stadtweit abgearbeitet worden, rund 400 Einsätze werden aktuell bearbeitet.

Neben Kräften der Berufsfeuerwehr sind alle Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr eingesetzt. Zusätzlich wurden dienstfreie Kräfte der Berufsfeuerwehr alarmiert. Helferinnen und Helfer des THW sowie der Düsseldorfer Hilfsorganisationen unterstützen den ganzen Tag und die laufende Nacht bei der Einsatzbewältigung. Es wird davon ausgegangen, dass die Bewältigung dieser Extremwettereinsätze auch den kommenden Tag fest die Einsatzkräfte fordert.

Die Feuerwehr bittet alle Bürgerinnen Bürger im Verständnis, dass die extrem vielen und langanhaltenden Einsätze nur nach und nach und nach entsprechender Priorität abgearbeitet werden können. Die ehrenamtlichen Feuerwehrleute sind teils seit über 18 Stunden im Einsatz. Sie wurden in Teilen mehrfach ausgetauscht und entsprechend versorgt. Die Feuerwehren in ganz NRW sind großflächig ebenfalls im Unwettereinsatz, sodass eine nachbarschaftliche Unterstützung derzeit nicht möglich ist.