12.11.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Oppermann schließt Hinweise aus SPD-Spitze aus

Oppermann schließt Hinweise aus SPD-Spitze aus

"Keiner hat Informationen weitergegeben"

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann hat erneut ausgeschlossen, dass Sebastian Edathy wegen der gegen ihn laufenden Ermittlungen Hinweise aus der SPD-Spitze erhalten hat. "Keiner von uns hat diese Informationen weitergegeben", sagte Oppermann.

Berlin - In der ZDF-Sendung "Maybrit Illner" sagte Oppermann, von den Vorwürfen gegen Edathy wegen Kinderpornografie hätten in der Fraktion nur er selbst, Parteichef Sigmar Gabriel, Außenminister Frank-Walter Steinmeier sowie später Parlamentsgeschäftsführerin Christine Lambrecht gewusst. "Keiner von uns hat diese Information an Sebastian Edathy oder sein Umfeld weitergegeben", versicherte Oppermann.

Gegen eine Weitergabe von Informationen spricht, dass Edathy ungeachtet der Warnungen des damaligen Bundesinnenministers Hans-Peter Friedrich (CSU) an die SPD-Spitze dennoch für die Sozialdemokraten an den Koalitionsverhandlungen teilgenommen hat. Zwar war Edathy von der SPD zunächst nicht berücksichtigt worden, nach einer Absage der Migrationsexpertin Yasemin Karakasoglu war Edathy jedoch für die Unterarbeitsgruppe Integration und Migration nachnominiert worden - vermutlich auf Initiative von SPD-Vize Aydan Özoguz.

Der Innenausschuss des Bundestages soll sich am Nachmittag erneut mit der Affäre befassen. Dabei sollten auch ein weiteres Mal BKA-Präsident Jörg Ziercke und der frühere Innen-Staatssekretär und heutige Staatssekretär im Kanzleramt, Klaus-Dieter Fritsche, befragt werden. Die Teilnahme des Leiters der Staatsanwaltschaft Hannover, Jörg Fröhlich, sowie der niedersächsischen Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (Grüne) war dagegen eher ungewiss.

(xity, AFP)


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