30.10.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Oper und Ballett am Rhein im Mai

Oper und Ballett am Rhein im Mai

Programmhighlights in Düsseldorf und Duisburg

Der Spielplan von Oper und Ballett am Rhein zeichnet sich im Mai durch einen Mix aus Premieren und Wiederaufführungen aus.

Düsseldorf - In Duisburg zeigt der neue Ballettabend b.24 mit drei Uraufführungen zeitgenössisches Ballett in verschiedensten Facetten. Premiere ist am Freitag, 8. Mai, um 19.30 Uhr im Theater Duisburg. Young-Soon Hue beschäftigt sich in ihrem Stück "Illusion" zu Musik von Philip Glass mit Geschich­ten von Menschen, die in anderen, un­wirklichen Welten leben, sich ihren Tag- und Nachtträumen, Täuschungen und Selbsttäuschungen hingeben. Tanzuniversen ganz besonderer Art schafft Marco Goecke. Der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Choreograph zählt zu den interessantesten und erfolgreichsten Künstlern der internationalen Ballettlandschaft. Seine Uraufführung "Lonesome George" kreiert er zu Dmitri Schostakowitschs Streichquartett in c-moll. Das Spiel mit verschiedenen Zeitebenen in Arnold Schönbergs Bearbeitung eines Concerto grosso von Georg Friedrich Händel inspirierte die Amerikanerin Amanda Miller zu ihrem neuen Stück "Voices Borrowed". Einblick in die Produktion mit den Duisburger Philharmonikern unter der musikalischen Leitung von Wen-Pin Chien gibt die Ballettwerkstatt am Dienstag, 5. Mai, um 18.00 Uhr im Theater Duisburg.

Mit seiner Lebensgier und Energie zieht er Männer wie Frauen in seinen Bann und strahlt eine Faszination aus, die bis heute anhält, sagt Regisseurin Karoline Gruber über Mozarts "Don Giovanni". In ihrer Inszenierung kehrt der berühmteste und berüchtigtste Verführer der Opernliteratur am Samstag, 16. Mai, um 19.30 Uhr auf die Bühne des Duisburger Theaters zurück. Christoph Stöcker übernimmt die musikalische Leitung.

Auch Verdis Oper "Un ballo in maschera" ist ab Samstag, 30. Mai, um 19.30 Uhr wieder im Theater Duisburg zu erleben. Der norwegische Regisseur Stein Winge betont in seiner Inszenierung die Doppelbödigkeit des gesellschaftlichen Lebens, die einem Staatsmann zur tödlichen Falle werden kann. Dirigent Lukas Beikircher dirigiert den großen Verdi-Abend mit den Duisburger Philharmonikern.

In Düsseldorf lockt Händels "Xerxes" noch vier Mal ins Opernhaus. Am Sonntag, 10. Mai, um 18.30 Uhr ist die letzte Gelegenheit, den phänomenalen Countertenor Valer Sabadus gemeinsam mit ebenso virtuos singenden und spielenden Solisten in Stefan Herheims opulenter Inszenierung zu erleben. Eine "barocke Muppet-Show" nennt der norwegische Regisseur sein Bühnenspektakel, das mit der berühmten Xerxes-Arie "Ombra mai fu" beginnt und nach einem verwirrenden Liebes- und Intrigenspiel mit der Einsicht endet, dass das Leben ein Theater ist, in dem man sich seine Rolle nicht immer aussuchen kann. Begleitet wird es von den Barock­spezialisten der Neuen Düsseldorfer Hofmusik unter Leitung von Konrad Junghänel.

Am Freitag, 22. Mai, um 19.30 Uhr präsentiert das Ballett am Rhein die Premiere von b.22. Seiner intimen Auseinandersetzung mit Musik von Liszt und Skrjabin folgt ein Stück ohne Musik, und doch alles andere als ein stilles Stück: In Jerome Robbins "Moves" erzeugen die Tänzer mit Knallen und Schleifen der Schuhe und Klatschen der Handflächen auf die Oberschenkel ihren eigenen Soundtrack. In seiner formalen Schönheit und der Verschränkung von klassischer Spitzentanz-Virtuosität mit Elementen des Modern Dance zählt "Moves" heute zu den Meisterwerken des 20. Jahrhunderts. Martin Schläpfers Ballett "ein Wald, ein See" beschließt den Abend zu live erzeugten Klängen des Komponisten und Musikers Paul Pavey, die seine Tänzer in eine archaische Welt voller wilder und poetischer Dunkelheit führen.

Mit dem "Rosenkavalier" haben Richard Strauss und der Dichter Hugo von Hofmannsthal eine Komödie geschaffen, die mit ihrem musikalischen Glanz und ihrer szenischer Opulenz zu einem Abgesang auf die alte Welt wurde ? eine Welt, wie sie nie war und nie wieder sein würde. In der Inszenierung von Otto Schenk kommt sie am Sonntag, 17. Mai, um 15.00 Uhr wieder auf die Düsseldorfer Opernbühne. Der langjährige Hausregisseur der Wiener Staatsoper hat den "Rosenkavalier" 1981 an der Deutschen Oper am Rhein in malerisch nostalgischen Bildern inszeniert, die noch heute die Zeit als "sonderbar' Ding" vergessen lassen. Generalmusik­direktor Axel Kober führt die Düsseldorfer Symphoniker und ein großes Sängerensemble durch die Aufführungen.


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