Oper und Ballett am Rhein im Mai 2016

Programmhighlights in Düsseldorf und Duisburg

Der Spielplan von Oper und Ballett am Rhein zeichnet sich im Mai 2016 durch einen Mix aus Premieren und Wiederaufführungen aus.

Düsseldorf/Duisburg - Volles Programm am Christi Himmelfahrts- oder Vatertag im Opernhaus Düsseldorf und im Theater Duisburg: In Düsseldorf laden am 5. Mai um 11.00 Uhr Mitglieder des Sängerensembles und der Düsseldorfer Symphoniker zur Matinéeveranstaltung "Symphoniker im Foyer" ein. Unter dem Titel "Anniversaires françaises" widmen sie sich fünf in Frankreich und der Suisse Romande aufgewachsenen bzw. heimisch gewordenen Komponisten: Henri Dutilleux, Frank Martin, Giacomo Meyerbeer, Francis Poulenc und Camille Saint-Saëns.

Die Wiederaufnahme des von Immo Karaman (Regie) und Nicola Reichert (Bühne und Kostüme) opulent in Szene gesetzten Einakters "Der Zwerg" von Alexander Zemlinsky ist ab 5. Mai, um 18.30 Uhr, an drei Abenden im Opernhaus Düsseldorf zu erleben. Wie schon in dem von Karaman inszenierten Britten-Zyklus, interessiert ihn an der nach einer Geschichte von Oscar Wilde komponierten Oper über eine Prinzessin, die als Geburtstagsgeschenk einen lebenden Zwerg bekommt, die spannungsgeladene Ambivalenz zwischen Täter und Opfer, das Changieren zwischen Unschuld und Verworfenheit. Unter der musikalischen Leitung von Kapellmeister Lukas Beikircher sind in den Hauptrollen Sylvia Hamvasi als Donna Clara, Anke Krabbe als Ghita, Raymond Very als Der Zwerg und Stefan Heidemann als Don Estoban zu erleben. Außerdem: der Chor der Deutschen Oper am Rhein und die Düsseldorfer Symphoniker.

Vier Mal öffnet sich ebenfalls ab 5. Mai, um 18.30 Uhr, im Theater Duisburg unter der musikalischen Leitung des gefeierten Nachwuchsdirigenten Aziz Shokhakimov der Vorhang für Verdis "Rigoletto" in der Inszenierung von David Hermann. Nach der Vorlage von Victor Hugos Drama "Le Roi s'amuse" schuf Verdi ein musikalisches Drama, in dessen Mittelpunkt ein Vater durch übergroße Sorge um seine Tochter ungewollt deren Unglück herbeiführt. In der Rolle der Tochter Gilda debütiert Luiza Fatyol. Melih Tepretmez ist als Rigoletto zu erleben. Des Weiteren übernimmt u.a. Daniel Djambazian die Rolle des Grafen von Monterone, Dogus Güney ist der Graf von Ceprano, Monika Rydz die Gräfin von Ceprano, Ibrahim Yesilay Borsa, Lukasz Konieczny Sprafucile und Ramona Zaharia Maddalena. Es singt der Chor der Deutschen Oper am Rhein und es spielen die Duisburger Philharmoniker.

Die Ballettwerkstatt am Freitag, 13. Mai, um 18.00 Uhr stimmt bei freiem Eintritt mit moderierten Expertengesprächen und Probenausschnitten ein auf das neue dreiteilige Ballettprogramm b.28, das am Sonntag, 29. Mai, um 18.30 Uhr Premiere im Opernhaus Düsseldorf feiert. Das Programm beginnt mit "Esplanade" von Paul Taylor. Zu Violinkonzerten von Bach kreierte er mit dem 1975 entstandenen Stück einen sommerlich heiteren Höhenflug gegen die Schwerkraft, der heute längst zum unvergesslichen Repertoire des amerikanischen Modern Dance zählt. Mit der Uraufführung von "Tenebre" zeigt der Südafrikaner Hubert Essakow erstmals eine eigene Kreation für das Ballett am Rhein. Der heute in London lebende Choreograph zählt zu den Shootingstars der britischen Ballettszene. Nils Christe begeisterte mit seiner Virtuosität, seinem Einfallsreichtum, aber auch seinen emotionsgeladenen Bildern schon mehrfach am Rhein. In b.28 zeigt er unter dem Titel "Different Dialogues" ebenfalls eine neue Kreation für Martin Schläpfers preisgekrönte Compagnie.

Mit dem "Rosenkavalier" haben Richard Strauss und der Dichter Hugo von Hofmannsthal eine Komödie geschaffen, die mit ihrem musikalischen Glanz und ihrer szenischer Opulenz zu einem Abgesang auf eine alte Welt wurde - eine Welt, wie sie nie war und nie sein wird. In der Inszenierung von Otto Schenk kommt sie ab Freitag, 13. Mai, um 18.30 Uhr für drei Vorstellungen wieder auf die Bühne des Theaters Duisburg. Der langjährige Hausregisseur der Wiener Staatsoper hat den "Rosenkavalier" 1981 an der Deutschen Oper am Rhein in malerisch nostalgi­schen Bildern inszeniert, die noch heute die Zeit als "sonderbar' Ding" vergessen lassen. Generalmusik­direktor Axel Kober führt die Duisburger Philharmoniker und ein großes Sängerensemble durch die Aufführungen. Linda Watson übernimmt die Rolle der Feldmarschallin, Michael Kraus den Faninal, Thorsten Grümbel gibt den Baron Ochs von Lerchenau, Katarzyna Kuncio den Octavian.

Am Pfingstsamstag, 14. Mai, um 19.30 Uhr gibt das Ballett am Rhein im Opernhaus Düsseldorf aufgrund der durchgehend großen Kartennachfrage eine Zusatzvorstellung seines aktuellen Programms b.27. Mit "Duo Concertant" von George Balanchine und "Der Grüne Tisch" von Kurt Jooss präsentiert die Compagnie zwei Meisterwerke des 20. Jahrhunderts. Dazwischen steht mit "Variationen und Partiten" eine neue Kreation von Martin Schläpfer, mit der er Publikum und Presse gleichermaßen begeistert. Tänzerisch wie musikalisch erwartet das Publikum ein facettenreiches Programm: Balanchine schuf sein Ballett zu Strawinskys gleichnamigem Stück für Violine und Klavier, Schläpfer choreographierte zu Klaviermusik von Beethoven und Bach, Fritz A. Cohen komponierte für "Der Grüne Tisch" eine Partitur für zwei Klaviere.

Mit Emmerich Kálmáns "Die Zirkusprinzessin" in der Regie von Josef E. Köpplinger kehrt eine der erfolgreichsten Operetteninszenierungen der Deutschen Oper am Rhein für zwei Vorstellungen zurück ins Theater Duisburg. Am Freitag, 20. Mai, um 19.30 Uhr und zum letzten Mal in dieser Spielzeit am Sonntag, 3. Juli, um 18.30 Uhr, ist die Geschichte mit viel Herz und Schmerz und Wiener Schmäh auf der Duisburger Bühne zu erleben. Unter der musikalischen Leitung von Wolfram Koloseus ist am 20. Mai Romana Noack in der Rolle der "Zirkusprinzessin" Fürstin Fedora Palinska zu erleben und Daniel Prohaska als der mysteröse Mister X.

Das neue Bühnenformat "Young Directors" gibt erstmals Nachwuchsregisseuren aus dem Team der Deutschen Oper am Rhein die Gelegenheit, dem Publikum eigene Inszenierungen vorzustellen. In der dazu stattfindenden Opernwerkstatt am Dienstag, 31. Mai, um 18.00 Uhr im Theater Duisburg, berichten Tibor Torell und Philipp Westerbarkei was das Publikum mit den von ihnen präsentierten Einaktern "What next?" von Elliott Carter und "Trouble in Tahiti" von Leonard Bernstein erwartet. Premiere feiern die beiden Stücke gemeinsam am Samstag, den 4. Juni, um 19.30 Uhr im Theater Duisburg.