Offizierskasino im York-Quartier

Gebäude soll Ort der Begegnung werden

Unter dem Motto „Begegnungen schaffen“ treibt die Stadt Münster die räumliche und programmatische Entwicklung des ehemaligen Offizierskasinos im York-Quartier weiter voran.

Münster - Unter dem Motto „Begegnungen schaffen“ treibt die Stadt Münster die räumliche und programmatische Entwicklung des ehemaligen Offizierskasinos im York-Quartier weiter voran. Nach der Auswertung der begleitenden Bürgerbeteiligung soll der Rat der Stadt Münster im Sommer einen Grundsatzbeschluss für die weitere Planung, Ausrichtung und Trägerschaft des Bürgerhauses fassen. Zwei weitere Ratsbeschlüsse sollen in den Jahren 2024 und 2025 folgen.

Eine umfangreiche Potenzialanalyse und die damit verbundene Bürgerbeteiligung haben ein klares Ergebnis gebracht. Das zentral im Stadtteil Gremmendorf gelegene Kasino soll als offenes „Haus für alle“ künftig Raum geben für ein vielfältiges kulturelles und generationsübergreifendes Angebot. Das städtische Kulturamt als voraussichtlicher Träger entwickelt gemeinsam mit der „Westfälischen Schule für Musik“ unter weiterer Beteiligung der Bürgerschaft das Angebot kontinuierlich fort.

Die von einer Projektgruppe im Rahmen der Bürgerbeteiligung festgestellten Bedarfe an Räumlichkeiten für Nachbarschaftsaktivitäten, Treffen von Vereinen, Initiativen und Interessensgruppen sowie für Bildungs-, Bewegungs- und Unterrichtsangebote für alle Generationen sollen ebenso umgesetzt werden wie die gewünschten Musik-, Theater, Literatur- oder Filmerlebnisse „vor der Haustür“.

Sukzessive Weiterentwicklung geplant

Wie viele andere ist dieses Projekt von den allgemein starken Baukostensteigerungen betroffen. Der finale Umbau und die Sanierung des Kasinos stehen unter dem Vorbehalt der Finanzierungsmöglichkeit – mit der Folge, dass nicht alle Maßnahmen sofort realisiert werden können. Stattdessen soll das Bürgerhaus sukzessive weiterentwickelt werden. So hat die Stadt das Kasino bereits in Betrieb genommen, weil kleinere Veranstaltungen im Erdgeschoss möglich sind. Weitere Nutzungsangebote werden nach und nach folgen.

Bevor die Stadt die Sanierung und Umnutzung des denkmalgeschützten Kasinogebäudes fortsetzen kann, braucht es neben dem Grundsatzbeschluss in diesem Sommer zwei weitere Ratsbeschlüsse. Zunächst den Errichtungsbeschluss voraussichtlich im zweiten Quartal 2024 sowie den Baubeschluss Anfang 2025, der den konkreten Entwurf und eine detaillierte Kostenberechnung enthalten muss.

Bei positivem Votum könnte die Verwaltung die endgültige Ausrichtung des Kasinos und eine entsprechende denkmalgerechte Sanierung in der zweiten Jahreshälfte 2025 fortsetzen. Nach einer circa anderthalbjährigen Bauzeit mit weiterhin eingeschränkter Nutzbarkeit könnten sich ab dem Frühjahr 2027 dauerhaft die „Türen für alle“ öffnen.

Auf der Website www.muensterzukunft.de wird über die weiteren Entwicklungsschritte zum York-Kasino laufend informiert.