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Oberflächengestaltung im Zuge der Wehrhahn-Linie

Info-Mobil gibt Aufschluss über Stand der Planung

Darüber, wie es an der Oberfläche der vor zwei Jahren fertiggestellten Stadtbahnstrecke Wehrhahn-Linie weitergeht, können sich bis einschließlich Samstag, 14. April 2018, alle interessierten Düsseldorfer am Info-Mobil informieren.

Düsseldorf - Verkehrsdezernentin Cornelia Zuschke hat die neue Anlaufstelle am Donnerstag, 5. April, offiziell in Betrieb genommen.Öffnungszeiten sind montags bis freitags 14 bis 18 Uhr sowie samstags 10 bis 16 Uhr. Am Info-Mobil stehen Fachleute aus der Verkehrsplanung für Informationen und Fragen rund um die Umgestaltung der Straßenzüge Friedrichstraße/Elisabethstraße und Breite Straße/Kasernenstraße zur Verfügung.

Die Möglichkeit, sich zu informieren oder Fragen zur Oberflächengestaltung zu stellen, gibt es jedoch nicht nur am Info-Mobil. Die Stadtverwaltung lädt alle Interessierten darüber hinaus zu einer Informationsveranstaltung ein. Der Info-Abend beginnt am Dienstag, 10. April, 18 Uhr im Bürgerhaus, Stadtteilzentrum Bilk, Bachstraße 145. Am Tag der Bürgerinformation schließt das Info-Mobil auf dem Graf-Adolf-Platz ausnahmsweise schon gegen 16 Uhr.

Aufbauend auf dem von der Verkehrsverwaltung angebotenen zweistufigen Moderationsverfahren für die beiden Straßenzüge Friedrichstraße/Elisabethstraße und Breite Straße/Kasernenstraße, wird nun über den Stand der Planung und möglicher Umsetzungsabschnitte berichtet und die versprochene Kommunikation, besonders mit den Anliegern, weitergeführt.

Durch den Bau der neuen Stadtbahnstrecke Wehrhahn-Linie und der damit verbundenen Verlegung der Bahn unter die Erde ergaben sich Möglichkeiten und Chancen der Neugestaltung an der Oberfläche. So auch für die Straßenzüge Friedrichstraße/Elisabethstraße und Breite Straße/Kasernenstraße.

"Aufgabe des Moderationsverfahrens war es, die verkehrsplanerischen und stadtgestalterischen Konzepte unter Mitwirkung der örtlichen Beteiligten zu einem Gesamtkonzept zu entwickeln. Die aus den gemeinsamen Moderationsterminen resultierenden Änderungen am Planungskonzept wurden eingearbeitet. Es wurde bereits ein gutes Konzept für die Neugestaltung der beiden Straßenzüge entwickelt", erklärt Verkehrsdezernentin Cornelia Zuschke. "Transparenz und Mitwirkung der Bürgerschaft sind dabei wichtige Prinzipien des Verwaltungshandelns. Wir suchen daher auch nach dem Moderationsverfahren den offenen Dialog mit den Menschen."

Die 2016 im Zuge eines Zwischenzustandes markierten Radfahrstreifen mit rund 2 Kilometern Länge je Richtung auf den Achsen Friedrich- und Elisabethstraße hätten sich seitdem sehr gut bewährt. Das Angebot habe in beiden Straßen zu einem erheblichen Anstieg der Zahl der Radfahrer geführt. An vergleichbaren Tagen hat sich der Radverkehr, verglichen mit Ergebnissen aus vorherigen Zählungen, auf der Achse Friedrich-/Breite Straße mehr als verdreifacht, auf der Achse Kasernen-/Elisabethstraße sogar mehr als versiebenfacht.

Eine Vorher-/Nachher-Befragung, die durch die Bergische Universität Wuppertal, Lehr- und Forschungsgebiet Straßenverkehrsplanung und -technik, vorgenommen wurde, belegt, dass die auf Grundlage der gesamtstädtischen Radhauptnetzplanung ausgearbeitete Angebotsplanung, von den Nutzern sehr positiv bewertet wird. Besonders die Breite der Radverkehrsanlage wird als gut bis sehr gut empfunden.

Nach der Einrichtung der Radfahrstreifen ergaben sich, besonders in Fahrtrichtung stadteinwärts in der Hauptverkehrszeit allerdings Probleme für den Kraftfahrzeugverkehr, die aber in der Hauptsache durch verkehrswidrig abgestellte Fahrzeuge verursacht waren und teilweise immer noch sind. Daher hat es seitens der Stadtverwaltung sukzessive Nachbesserung bei der Beschilderung gegeben. Die Kontrollen durch das Ordnungsamt wurden im Rahmen der dortigen personellen Möglichkeiten ausgeweitet.

Der aktuelle Unfallbericht der Polizei zeigt, dass sich die Kreuzung Friedrichstraße/Herzogstraße im Jahr 2017 zur Unfallhäufungsstelle entwickelt hat. Besonders durch die Unachtsamkeit der Autofahrer in der Hauptsache bei Spurwechseln sowie zu nahem Auffahren hat sich eine unverhältnismäßig hohe Zahl an Bagatellunfällen ereignet. Dies hat die Fachverwaltung zum Anlass genommen, über die Verbesserung der Markierungen auf der Kreuzung nachzudenken. Der Geradeausverkehr könnte nach den Überlegungen künftig auf nur einer Spur über die Kreuzung geführt werden, so dass der Konflikt mit auf den in Fahrtrichtung links verkehrswidrig abgestellten Fahrzeugen ausgeschlossen werden könnte. Der Rechtsabbieger in Fahrtrichtung Osten erhielte eine eigene Abbiegespur. Der Radfahrstreifen würde zwischen die Geradeaus- und Rechtsabbiegespur geführt werden. Die Linksabbiegespur in Fahrtrichtung Rheinkniebrücke blieb in der vorhandenen Form erhalten. Die Umsetzung der Markierungsänderung könnte voraussichtlich noch im Mai erfolgen.

Eine weitere Schwierigkeit stellen die auf der Strecke inzwischen temporär eingerichteten  Baustelleneinrichtungsflächen der einzelnen Neubauprojekte dar. Aufgrund des engen Straßenquerschnittes ist in den Bereichen oft nur ein Kompromiss zwischen den Ansprüchen des Auto- und Radverkehrs möglich.


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