26.05.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Obduktion in Passauer Armbrustfall deutet auf erweiterten Suizid hin

Obduktion in Passauer Armbrustfall deutet auf erweiterten Suizid hin

Bei in Niedersachsen gefundenen zwei weiteren Leichen Obduktionsergebnis offen

Im Fall der mit Pfeilen aus einer Armbrust im Körper gefundenen drei Toten in einer Passauer Pension deutet das Obduktionsergebnis auf einen erweiterten Suizid hin.

Passau/Gifhorn - Es hätten sich keine Anhaltspunkte dafür ergeben, dass zwischen den Beteiligten eine Auseinandersetzung stattgefunden habe, teilte das Polizeipräsidium Niederbayern am Dienstag mit. Die Untersuchungen ergaben demnach, dass bei allen drei Beteiligten abgefeuerte Pfeile in den Körper oder Kopf- und Halsbereich tödlich waren.

Bei den Leichen seien außerdem Testamente gefunden worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft starben der 53 Jahre alte Mann und die 33 Jahre alte Frau, die tot auf dem Bett liegend gefunden worden waren, durch Schüsse ins Herz. In den Körpern hätten weitere Pfeile gesteckt, die aber nach den tödlichen Schüssen abgeschossen worden seien. Die tot auf dem Boden liegende 30-Jährige sei durch einen Schuss in den Hals gestorben.

Die Ermittler leiteten nun weitergehende Untersuchungen ein, ob der Mann und die beiden Frauen unter Einfluss von Medikamenten, Alkohol oder Drogen standen. Das vorläufige Obduktionsergebnis ergab darauf keinen Hinweis. Weiterhin könne eine Beteiligung anderer Menschen ausgeschlossen werden. Die Polizei beschlagnahmte das Auto der 33 Jahre alten Frau. Der Wagen solle untersucht werden, die Testamente sollten ausgewertet werden.

Bei den zwei im Zuge der Ermittlungen zu dem Passauer Fall in Niedersachsen gefundenen Frauenleichen läuft nach Angaben der Polizei in Gifhorn die Obduktion. Mit einem Ergebnis sei am frühen Dienstagnachmittag zu rechnen, sagte ein Polizeisprecher. Da äußerlich keine Feststellungen zur Todesursache zu treffen gewesen seien, seien die Ermittler sehr gespannt darauf.

Eine der tot gefundenen Frauen war die 35 Jahre alte Lebensgefährtin der in Passau tot aufgefundenen 33-Jährigen. Die beiden wohnten erst seit Kurzem zusammen in der Wohnung im niedersächsischen Wittingen. Die Identität der zweiten in Wittingen entdeckten Frau stehe noch nicht endgültig fest. Polizisten hatten die Leichen entdeckt, als sie die Lebensgefährtin über den Tod der 33-Jährigen informieren wollten.

(xity, AFP)


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