20.06.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> OB-Wahl in München wird in zweiter Runde entschieden

OB-Wahl in München wird in zweiter Runde entschieden

SPD-Kandidat Reiter in erster Runde knapp vor CSU-Mann

Eine Stichwahl muss über das Erbe des Münchner Oberbürgermeisters Christian Ude (SPD) entscheiden: In zwei Wochen tritt Udes Parteifreund Dieter Reiter (l.) gegen den CSU-Kandidaten Josef Schmid an.

München - Damit treten Reiter und Schmid in zwei Wochen im Duell gegeneinander an. In Nürnberg hingegen errang Amtsinhaber Ulrich Maly (SPD) eine Zwei-Drittel-Mehrheit. Der auch durch das alljährliche Anzapfen des Oktoberfests bundesweit bekannte Ude durfte nach über 20-jähriger Amtszeit aus Altersgründen nicht mehr kandidieren. Er hatte bei der Wahl 2008 bereits im ersten Wahlgang mit 66,8 Prozent deutlich vor CSU-Mann Schmid gelegen, der damals auf 24,4 Prozent kam. Bei seiner zweiten Kandidatur verbesserte sich Schmid nun auf 36,6 Prozent. Damit lag er aber dennoch nach Auszählung von 1018 von 1022 Wahlbüros knapp vier Punkte hinter SPD-Kandidat Reiter, der auf 40,5 Prozent der Stimmen kam.

Ausschlaggebend für das Ergebnis der Stichwahl könnte nun werden, wie sich die Anhänger der Grünen-Kandidatin Sabine Nallinger entscheiden, die auf 14,7 Prozent der Stimmen kam. Zuletzt hatte die CSU die Münchner Grünen verstärkt umworben, um zum ersten Mal seit 30 Jahren wieder den Münchner OB-Sessel einnehmen zu können. Die Münchner Grünen regieren im Stadtrat bislang mit der SPD. Dort zeichnete sich nach Auszählung von über drei Viertel der Wahlkreise ab, dass die CSU nach massiven Verlusten der SPD künftig stärkste Fraktion werden kann.

In Nürnberg gelang Amtsinhaber Ulrich Maly von der SPD ein Erdrutschsieg. Er kam auf 67,1 Prozent Zustimmung, sein CSU-Herausforderer Sebastian Brehm auf lediglich 24,1 Prozent. Maly, der auch Präsident des Deutschen Städtetags ist, gilt als möglicher SPD-Spitzenkandidat für die 2018 anstehende nächste Landtagswahl. Er sagte allerdings im Bayerischen Fernsehen, er er wolle seinem Versprechen treu bleiben, in Nürnberg zu bleiben.

Bei den OB-Wahlen in den Großstädten konnte die CSU den Chefsessel im Rathaus in Augsburg behalten, die SPD wiederum verteidigte Passau. Stichwahlen sind etwa in Würzburg und Regensburg nötig.

(xity, AFP)


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