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"Nutzung von Online-Medien - Segen und Fluch"

Die PSAG spricht über Cyber-Mobbing und Co.

Die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft Krefeld (PSAG) hat in ihrer Jahreshauptversammlung das Schwerpunktthema "Nutzung von Online-Medien – Segen und Fluch" diskutiert.

Krefeld - Dabei traten insbesondere die Bereiche Prävention, Cyber-Mobbing, Beschränkung der Grenzenlosigkeit, Medienkompetenz und Filtern von Informationen, Modelle der Online-Beratung und -Therapie sowie Datenschutz und -sicherheit in den Vordergrund. Die 60 Teilnehmer wählten außerdem Dr. Andreas Horn, Direktor der Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie des Alexianer-Krankenhauses Maria Hilf, erneut zum Vorsitzenden des Sprecherrats der PSAG. Er hat das Amt nun 18 Jahre inne.

Neben den Jahresberichten der einzelnen Untergruppen standen erstmalig sechs provokante Thesen zur Diskussion im Raum: Online macht schlau!, Internet – Kann ich nicht!, Nehmt den Kindern die Handys weg!, Ego-Shooter züchten Amokläufer!, Persönlicher Kontakt in der Therapie bald überflüssig! (?), Mit einem "Click“ zum Lebensglück! Im Rahmen der "World-Café-Methode“ konnten sich die Teilnehmer in Kleingruppen jeweils unter Anleitung eines Moderators austauschen, rege diskutieren und Ideen sammeln. Die Erkenntnisse wurden protokolliert, um später in die tägliche Arbeit der Beteiligten einfließen zu können und in den Untergruppen weiter verfolgt und vertieft zu werden.

Dr. Andreas Horn übernahm die Moderation zur These "Persönlicher Kontakt in der Therapie bald überflüssig! (?)“. "Die zunehmende Nutzung von Online-Beratungsportalen war auch ein Anlass, dieses Schwerpunktthema zu wählen“, berichtete Horn. "Wegen der teilweise monatelangen Wartezeiten für entsprechende Therapien herrscht allgemein der Eindruck, dass die Zahl der psychischen Erkrankungen immer mehr ansteigt“, sagte er, er gehe jedoch davon aus, dass die Zahl eher gleich bleibe. Durch den gesellschaftlichen Wandel im Zuge der neuen Medien seien aber immer mehr Menschen bereit, professionelle Unterstützung zu suchen. Anlass genug für Fachleute und erfahrene Laien der PSAG, auch über Fluch und Segen von Online-Depressionsbehandlungsprogrammen zu diskutieren.

Aktuell fördert die PSAG die Kooperation und den Erfahrungsaustausch von etwa 220 Mitgliedern aus allen an der psychiatrischen und psychosozialen Versorgung beteiligten Diensten und Einrichtungen in Krefeld. Mehrmals im Jahr tagen ihre sechs Untergruppen Erwachsenenpsychiatrie, Kinder und Jugendliche, Gerontopsychiatrie, Krisenintervention, Sucht und Geistig und mehrfach behinderte Menschen. Die PSAG ist im Sozial- und Gesundheitsausschuss sowie im Jugendhilfeausschuss der Stadt vertreten, der Vorsitzende des Sprecherrates auch Mitglied der Gesundheitskonferenz Krefeld.


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