Nur jede vierte Professur an Hochschulen von Frau besetzt

Rechnerisch kommen 6,9 Studierende auf eine Lehrkraft

Nur etwa jede vierte Professur an den Hochschulen ist von einer Frau besetzt.

Wiesbaden - Der Frauenanteil in der Professorenschaft lag im vergangenen Jahr bei 27 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Am geringsten war der Professorinnenanteil mit 15 Prozent in den Ingenieurwissenschaften, am höchsten mit 42 Prozent in den Geisteswissenschaften.

In den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften betrug der Professorinnenanteil mit 33 Prozent ein Drittel. Im Bereich Mathematik und Naturwissenschaften war mit 21 Prozent etwa jede fünfte Professur von einer Frau besetzt.

Der Frauenanteil am gesamten Hochschulpersonal lag Ende 2021 demnach bei 55 Prozent und damit leicht über dem Vorjahreswert von 54 Prozent. Während der Frauenanteil beim nichtwissenschaftlichen Personal mit 71 Prozent genauso hoch war wie im Vorjahr, erhöhte er sich beim wissenschaftlichen Personal leicht von 40 auf 41 Prozent.

Insgesamt gab es Ende 2021 an den deutschen Hochschulen und Hochschulkliniken rund 781.200 Beschäftigte. Das waren 2,9 Prozent oder rund 22.100 mehr als Ende 2020. Zum wissenschaftlichen Bereich der Hochschulen zählten am Jahresende rund 427.700 Beschäftigte.

Bezogen auf die mehr als 2,9 Millionen Studierenden im Wintersemester 2021/2022 kamen somit auf eine Lehrkraft rechnerisch 6,9 Studierende. Das ist ein etwas besseres Verhältnis als im Vorjahr, als 7,1 Studierende auf ein Lehrkraft kamen.

© 2022 AFP