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NSU-Prozess: Zschäpes Antrag auf Unterbrechung abgelehnt

Angeklagte will vierten Pflichtverteidiger

Die mutmaßliche NSU-Terroristin Beate Zschäpe wollte mit einem beim Oberlandesgericht München eingereichten schriftlichen Antrag die Zeugenbefragungen aussetzen lassen, bis ihr ein vierter Pflichtverteidiger beigeordnet ist.

Die mutmaßliche NSU-Terroristin Beate Zschäpe ist mit einem Antrag auf Unterbrechung des NSU-Prozesses gescheitert. Zschäpe wollte mit dem am Mittwoch beim Oberlandesgericht München eingereichten schriftlichen Antrag die Zeugenbefragungen aussetzen lassen, bis ihr ein vierter Pflichtverteidiger beigeordnet ist. Nach kurzer Beratung wies das Gericht den Antrag mit der Begründung zurück, Zschäpe sei durch ihre drei Pflichtverteidiger ja bereits verteidigt.

Eine Entscheidung über die Beiordnung des vierten Verteidigers traf das Gericht noch nicht. Medienberichten zufolge erwägt der Vorsitzende Richter Manfred Götzl dies aber zumindest. Zschäpe liegt seit längerer Zeit in einem offenen Konflikt mit ihren drei Verteidigern. Nachdem sie mit Versuchen, deren Abberufung zu erreichen, gescheitert ist, will sie nun die Berufung eines vierten Pflichtverteidigers erzwingen.

Bei dem von Zschäpe vorgeschlagenen neuen Verteidiger handelt es sich um den Münchner Rechtsanwalt Mathias Grasel. Grasel ist ein junger, eher unerfahrener Jurist. Er ist seit 2011 als Rechtsanwalt zugelassen und nach Angaben von seiner Homepage ausschließlich im Strafrecht tätig.

© 2015 AFP


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