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NSA-Affäre: Digitalbotschafterin fordert Bekenntnis

Internetexpertin Joost appelliert an Kanzlerin Merkel

Die Digitalbotschafterin der Bundesregierung, Gesche Joost, beklagt den mangelnden Aufklärungswillen der Großen Koalition in der NSA-Spähaffäre.

Berlin - Sie vermisse ein "klares Bekenntnis der Bundesregierung" mit der Aussage: "Wir wollen die Spähaffäre aufklären, das ist unsere Pflicht", sagte Joost dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Die Forderungen der Opposition, den früheren US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden möglichst in Deutschland als Zeugen im NSA-Untersuchungsausschuss zu vernehmen, halte sie "in diesem Fall für richtig". Das Anliegen sollte unterstützt werden, "und zwar auch von Angela Merkel", sagte Joost.

Joost, einst Mitglied im Kompetenzteam von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, war im März zur digitalen Botschafterin Deutschlands ernannt worden. Die 39-Jährige, die im Hauptberuf als Designprofessorin an der Berliner Universität der Künste arbeitet, vermittelt in ihrer neuen Tätigkeit zwischen Berlin und der EU in digitalen Fragen. Während des Wahlkampfs hatte sie eine Parteimitgliedschaft noch abgelehnt. Im Juni ist sie nach eigenem Bekunden nun in die SPD eingetreten.

(xity, AFP)


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