10.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> NRW-Minister fordert eine "Anti-Stress-Verordnung"

NRW-Minister fordert eine "Anti-Stress-Verordnung"

Freizeit der Arbeitnehmer soll besser geschützt werden

Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Schneider (SPD) von der Bundesregierung eine "Anti-Stress-Verordnung" gefordert.

Düsseldorf - Damit sollen Arbeitnehmer vor zu viel beruflichen Anfragen in der Freizeit geschützt werden. Schneider sagte der "Rheinischen Post", zwar könne man die Erreichbarkeitserwartungen nicht grundsätzlich verdammen. Es brauche aber "ein Gesetz, wonach zu bestimmten Zeiten der Arbeitgeber seine Angestellten nicht mehr kontaktieren darf". Die Einzelheiten müssten dann jeweils auf betrieblicher Ebene geregelt werden.

Die SPD-Fraktionsvize im Bundestag, Carola Reimann, begrüßte die Forderung nach einer Anti-Stress-Verordnung. "Ein solches Gesetz würde einen wichtigen Präventionsbeitrag leisten", sagte Reimann ebenfalls der "Rheinischen Post". Sie forderte die große Koalition auf, das Thema "noch in dieser Legislaturperiode" auf den Weg zu bringen.

Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund hatte bereits früher eine "Anti-Stress-Verordnung" mit klaren Festlegungen zur Erreichbarkeit von Arbeitnehmern in ihrer Freizeit gefordert. Die frühere Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte sich ebenfalls für Regeln zum Umgang mit Smartphones, Handys und Computern eingesetzt.

(xity, AFP)


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