NRW-Gastgewerbe weiter in der Corona-Krise

DEHOGA: Existenzängste in der Branche wachsen

Laut einer aktuellen Umfrage der DEHOGA NRW sehen 75 Prozent der Befragten im Gastgewerbe eine akute Existenzgefährdung durch die Corona-Krise.

Düsseldorf - Auch wenn die Politik deutliche Entschädigungszahlen von bis zu 75 Prozent des letztjährigen November-Umsatzes beschlossen hat, wächst in der Branche die Angst. Mittlerweile sehen sich drei Viertel der nordrhein-westfälischen Unternehmer/innen in Gastronomie und Hotellerie aufgrund der Corona-Krise in ihrer Existenz gefährdet. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des DEHOGA Bundesverband hervor, an der sich auch 1.240 Unternehmer/innen aus dem größten Bundesland beteiligten. 

"Genauso wichtig ist zudem die Perspektive für die Zeit nach dem 30. November. Wir stehen schon jetzt mit dem Rücken zur Wand und haben die dunklen Monate erst vor der Brust", unterstreicht Bernd Niemeier, Präsident des DEHOGA Nordrhein-Westfalen. Durch den Lockdown, die starken Regulierungen der Coronaschutzverordnung bereits vor den Schließungen und die Unsicherheit der Gäste ist das Jahresendgeschäft schon jetzt nahezu ausgefallen.

Das Gastgewerbe ist im neunten Monat der Corona-Pandemie weit von der Normalität des Vorjahres entfernt. Selbst im Oktober, vor dem neuerlichen Lockdown im November, fielen die Umsätze nach einer DEHOGA-Umfrage im Oktober im Schnitt um 47 Prozent niedriger aus als im Oktober 2019. Schaut man auf das gesamte Jahr ergeben sich folgende Zahlen: Nach IT NRW, dem nordrhein-westfälischen statistischen Landesamt, lagen die Umsätze zwischen Januar und August real rund 35 Prozent unter denen von 2019.