15.08.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Notrufsäulen an Autobahnen 2015 deutlich weniger benutzt

Notrufsäulen an Autobahnen 2015 deutlich weniger benutzt

Von einem Viertel der orangenen Geräte wurde kein Notruf abgesetzt

Die Zahl der über Notrufsäulen an Autobahnen abgesetzten Notrufe hat sich im vergangenen Jahr erheblich verringert.

Berlin - Insgesamt gingen 57.629 Notrufe ein, 10,7 Prozent weniger als im Jahr 2014, teilte die für den Betrieb der Notrufsäulen zuständige Hamburger GDV am Dienstag mit. Von den deutschlandweit 16.800 orangefarbenen Notrufsäulen seien 12.885 zum Einsatz gekommen, dies entspreche 76,7 Prozent aller Geräte. Damit wurde rund ein Viertel der Notrufsäulen gar nicht benutzt.

GDV-Geschäftsführer Jens Bartenwerfer erklärte, er halte die Säulen trotz der mobilen Kommunikationsmittel weiter für unverzichtbar, vor allem wegen der automatischen Ortung der Hilfesuchenden. Zusätzlich zu Hilferufen seien auch 29.579 Warnmeldungen etwa vor Falschfahrern oder Gegenständen auf der Fahrbahn über die Säulen weitergeleitet worden.

Am häufigsten benutzt wurde laut der Bilanz eine kurz vor der Schweizer Grenze an der Autobahn A81 stehende Säule. Von dieser seien 190 Notrufe abgesetzt worden. Die GDV erklärte dies mit einer Großbaustelle in dem Bereich. Dort wurden die Fahrbahn, zwei Brücken sowie ein Tunnel saniert. Mit 153 Notrufen steht vor der Ausfahrt Weiterstadt an der A5 in Richtung Karlsruhe die am zweithäufigsten genutzte Säule, 152 Notrufe wurden durch Säule Nummer 36.165 auf der Autobahn A7 bei der Ausfahrt Westenholz in Fahrtrichtung von Hamburg nach Hannover abgesetzt.

Die höchste Dichte mit 14,5 Notrufen pro Kilometer gab es bereits zum dritten Mal seit 2011 an der Autobahn A255, dem Autobahnzubringer zwischen Hamburg und der Autobahn A1. Die geringste Dichte verzeichnete die Westumgehung von Oldenburg, die A293, wo nur 0,1 Notrufe pro Kilometer abgesetzt worden seien.

(xity, AFP)


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