Nordrhein-Westfalen ermuntert Kommunen zu "kreativen" Impfaktionen

Gesundheitsminister wünscht sich "maximale Flexibilität" und bietet Hilfe an

Nordrhein-Westfalen Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat die Kommunen in seinem Bundesland zur Organisation von Impfungen an Einkaufzentren und anderen belebten Orten aufgefordert.

Düsseldorf - Städte und Landkreise dürften "gern kreativ werden", erklärte Laumann am Freitag in Düsseldorf. Das Land wolle "maximale Flexibilität", um Menschen mit niedrigschwelligen Angeboten zu erreichen. Es helfe auch bei der Ausrüstung mobiler Impfteams.

In Deutschland übersteigt das Angebot an Impfdosen gegen Corona inzwischen erstmals die Nachfrage nach Terminen. Dieses schürt bereits Sorgen vor einer nachlassenden Impfbereitschaft, die das Ziel einer weitgehenden Immunisierung der gesamten erwachsenen Bevölkerung gefährden könnte. Die Behörden verstärken daher ihre Anstrengungen, etwa durch Freigabe von Impfungen in Impfzentren für alle oder Impfaktionen ohne Voranmeldung an anderen Orten.

Laumann sprach von einem "Wendepunkt der Impfkampagne". Diese werde nicht mehr durch Mengenbegrenzungen bei den Impfstoffen gebremst. Alle Bürger ab 16 Jahren könnten "auf vielfältigen Wegen" immunisiert werden. Als Beispiel für niedrigschwellige Impfangebote nannte sein Ministerium Aktionen in Einkaufstraßen, Einkaufszentren und Sportstätten. "Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt", fügte Laumann an.

(xity, AFP)