23.03.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Noch keine heiße Spur nach Raubüberfall im KaDeWe

Noch keine heiße Spur nach Raubüberfall im KaDeWe

Täter handelten laut Polizei "recht schnell"

Mitten im Vorweihnachtstrubel ist das berühmte Berliner Luxuskaufhaus KaDeWe überfallen worden.

Berlin - Mehrere Täter hätten in dem Gebäude am Samstagvormittag Reizgas versprüht, teilte die Polizei mit. Dadurch seien mehrere Menschen leicht verletzt worden. Die Täter zerschlugen Vitrinen mit Schmuck und teuren Uhren und erbeuteten Ware von unbekanntem Wert. Anschließend flüchteten sie per Auto. Noch immer fehlt von ihnen jede Spur.

Mit dem Reizgas wollten die Täter nach Polizeiangaben vermutlich einen Sicherheitsmann außer Gefecht setzen. Durch das Einatmen des Gases habe eine Frau einen Asthma-Anfall erlitten und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Die Täter hätten "recht schnell" gehandelt, sagte eine Polizeisprecherin. Berliner Medien berichteten übereinstimmend, der gesamte Vorfall habe nur einige Minuten gedauert. Nach dem Überfall führten die Kaufhaus-Verantwortlichen die Kunden laut Polizei aus dem betroffenen Bereich ins Freie.

Die Polizei ging zunächst von vier Tätern im Kaufhaus aus. Der Polizeisprecherin zufolge könnten es aber auch mehr gewesen sein. Da während des Überfalls viele Kunden im Kaufhaus gewesen seien, gebe es "sehr viele Zeugenaussagen". Diese müssten zunächst ausgewertet werden. Von den in einem dunklen Auto geflohenen Tätern fehle bislang jede Spur. Medienberichte von Schüssen während des Überfalls wies die Sprecherin zurück: "Es wurde nicht geschossen."

Das Kaufhaus des Westens (KaDeWe) im Berliner Stadtteil Schöneberg wurde 1907 eröffnet und gehört heute zur Karstadt-Gruppe. Laut Eigenbeschreibung ist es das größte Warenhaus auf dem europäischen Kontinent. Wegen seines großen Angebots an Luxuswaren ist das KaDeWe auch im Ausland bekannt.

(xity, AFP)


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