09.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Nikolaus Schneider legt EKD-Ratsvorsitz vorzeitig nieder

Nikolaus Schneider legt EKD-Ratsvorsitz vorzeitig nieder

Ehefrau ist an Krebs erkrankt

Der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider will sein Amt am 10. November niederlegen.

Hannover - scheidet wegen der Krebserkrankung seiner Ehefrau vorzeitig aus dem Amt. Schneider wird am 10. November von seinem Amt zurücktreten und aus dem Rat der EKD ausscheiden, wie die EKD in Hannover mitteilte. "Die Begleitung meiner an Krebs erkrankten Frau macht diesen Schritt unerlässlich", erklärte Schneider demnach zur Begründung. "Unserem gemeinsamen Weg will ich alle Zeit widmen. Dieser Wunsch ist mit meinen EKD-Ämtern nicht zu vereinbaren."

Schneider ist seit 2010 oberster Repräsentant von 23,4 Millionen evangelischen Christen in Deutschland. Er übernahm das Amt damals von Margot Käßmann. Mit seiner Frau Anne ist Schneider seit 1970 verheiratet. Der gebürtige Duisburger war bis 2013 Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland und gehört seit 2003 dem Rat der EKD an. Als Schwerpunkte des theologischen und kirchlichen Arbeitens von Schneider nannte die EKD Wirtschafts- und Sozialethik, Ökumene von evangelischer und katholischer Kirche sowie den Dialog der Religionen.

Der stellvertretende Ratsvorsitzende der EKD, Jochen Bohl, äußerte "großen Respekt" vor Schneiders Entscheidung. "Anne und Nikolaus Schneider wünschen wir viel Kraft auf dem vor ihnen liegenden Weg", erklärte Bohl in Hannover. "Nikolaus Schneider danken wir für seine Bereitschaft, mit uns in den kommenden Monaten einen geordneten Wechsel im Amt des Ratsvorsitzenden vorzubereiten." Bohl kündigte an, dass Mitglieder des EKD-Rates ab sofort Termine von Schneider zu dessen Entlastung übernehmen werden.

(xity, AFP)


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