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Niedersachsen macht Weg für Abitur nach 13 Jahren frei

Landesregierung will weg vom "Dauerstress" für Schüler

Niedersachsen will den Weg freimachen für eine Rückkehr zum Abitur nach 13 statt nach zwölf Schuljahren. In den meisten Bundesländern war in den vergangenen Jahren nach und nach die Schulzeit auf zwölf Jahre verkürzt worden.

Niedersachsen will den Weg freimachen für eine Rückkehr zum Abitur nach 13 statt nach zwölf Schuljahren. Man wolle weg vom "Dauerstress" vor allem in den Jahrgängen sieben bis neun, sagte Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Dem Bericht zufolge sollen die niedersächsischen Gymnasien ab Sommer 2015 die Möglichkeit erhalten, wieder zur neunjährigen Gymnasialzeit nach vier Jahren Grundschule zurückzukehren. "Die Tür zu G9 steht offen", sagte Heiligenstadt.

Details der neuerlichen Reform stehen demnach noch nicht fest. Besonders leistungsstarke Schüler sollen aber weiterhin die Möglichkeit haben, nach acht Jahren Gymnasium das Abitur abzulegen. Sie würden dann in den Jahren vor dem Eintritt in die Oberstufe ein Jahr überspringen. Einen konkreten Vorschlag will Heiligenstadt laut "HAZ" im März vorlegen. Festhalten will die Ministerin dem Bericht zufolge an der inzwischen in rund 70 Prozent der Fälle vollzogenen Umwandlung von Gymnasien in Ganztagsschulen.

In den meisten Bundesländern war in den vergangenen Jahren nach und nach die Schulzeit auf zwölf Jahre verkürzt worden. Inzwischen gibt es allerdings auch in mehreren anderen Bundesländern Überlegungen, diesen Schritt zumindest teilweise wieder rückgängig zu machen.

© 2014 AFP


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