Neuer Tagesrekord bei täglichen Impfungen

RKI sieht abgebremste Welle bei Neuinfektionen

Bei der Zahl der täglichen Corona-Impfungen in Deutschland ist mit 1,1 Millionen ein neuer Rekord erreicht worden.

Berlin - Vier Monate nach ihrem Start hat die Impfkampagne in Deutschland einen neuen Tagesrekord erzielt: Am Mittwoch gab es bundesweit 1,1 Millionen Impfungen, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin sagte. "Zum ersten Mal haben wir über ein Prozent der Bevölkerung an einem Tag geimpft." Angesichts eines Rückgangs bei den Neuinfektionen sprach das Robert-Koch-Institut von einer abgebremsten dritten Welle.

Mehr als 25,9 Prozent der Bevölkerung - knapp 21,6 Millionen Menschen - sind inzwischen mindestens einmal geimpft worden. Die Zahl der mit in der Regel zwei Impfungen vollständig Geimpften lag bei 6,2 Millionen - das sind 7,5 Prozent der Bevölkerung.

Am Donnerstag wurden zudem 264 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sank auf 154,9. Am Mittwoch war sie mit 160,6 angegeben worden.

RKI-Präsident Lothar Wieler sagte in Berlin, die Inzidenz habe sich deutschlandweit zwischen 150 und 170 eingependelt. "Es ist also gelungen, diese dritte Welle abzubremsen." Seit Ostern habe sich das exponentielle Wachstum nicht in dem Maße fortgesetzt, wie es zuvor prognostiziert worden sei.

"Es gibt Hoffnung, aber es gibt noch keine Entwarnung in der Pandemie", sagte Spahn zu der Entwicklung bei den Neuinfektionen. "Die Zahlen insgesamt sind noch zu hoch." Die Intensivstationen seien noch zu voll, die Zahlen müssten weiter runter. Mit Blick auf die erhoffte baldige Verbesserung der Lage fügte er hinzu: "Wir dürfen die letzten Schritte nicht verstolpern." Jeder sei weiterhin zur Einhaltung der Corona-Schutzregeln aufgerufen.

(xity, AFP)