16.12.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Neuer Plan fürs Kronenhaus

Neuer Plan fürs Kronenhaus

Ehemalige Fassade ist prägend für Unterbilk

Angesichts der Debatte um das Bauprojekt Kronenhaus erklären die Fraktionen der SPD und der CDU in der Bezirksvertretung 3 den aktuellen Stand der Entwicklungen zum Kronenhaus.

Düsseldorf - Das ehemalige Kronenhaus ist mit seiner Fassade prägend für Unterbilk. Die Bauvoranfrage, die einen Abriss und Neubau vorsieht, hat einhellige Skepsis bei der ganzen Bezirksvertretung 3 und vielen Bürgerinnen und Bürgern ausgelöst. Das Grundstück fällt leider nicht unter das städtische "Handlungskonzept Wohnen“ das mindestens 40 % geförderten bzw. preisgedämpften Wohnraum verlangt. Deshalb wurde die Entscheidung vertagt und das Gespräch mit dem Investor Project Immobilien gesucht.

Der Investor hat die geäußerte Kritik ernst genommen und nun eine komplett überarbeitete Fassadengestaltung vorgestellt. Dazu sagt der Bezirksbürgermeister Marko Siegesmund: „Dies stellt aus unserer Sicht einen gelungenen Kompromiss dar zwischen den Anforderungen an modernen Wohnraum und der Erinnerung an die stadtbildprägende Fassade. Wir konnten in den Gesprächen mit dem Investor entscheidende Verbesserungen durchsetzen.“

Der stellvertretende Bezirksbürgermeister Walter Schmidt ergänzt: „Die 27 neuen Wohneinheiten sind deutlich besser als ein seit 14 Jahren leerstehendes und in der Substanz bereits deutlich geschädigtes Gebäude. Es ist richtig, dass die Bezirksvertretung immer wieder Gespräche mit Investoren führt, um für die Bürgerinnen und Bürger deutliche Verbesserungen zu erreichen. Das ist uns auch dieses Mal wieder gelungen.“

Den Fraktionen ist bewusst, dass es weiterhin einen großen Bedarf nach bezahlbarem Wohnraum im Stadtbezirk gibt und wirbt bei jedem Investor dafür auch solchen zu schaffen. Bei ihren Beschlüssen ist sie aber an die aktuellen gesetzlichen Regelungen gebunden. Hierzu erklärt der Bezirksbürgermeister Marko Siegesmund: „Ich begrüße die Entscheidung des Stadtrats, dass bei städtischen Grundstücken kein frei finanzierter Wohnraum mehr entstehen soll, plädiere aber noch zusätzlich für eine Erhaltungssatzung für alle kritischen Bereiche im Stadtbezirk mit einem städtischen Vorkaufsrecht, so dass wir bei künftigen Entscheidungen mehr Spielraum haben.“

Nun wird für die nächste Sitzung der Bezirksvertretung eine überarbeitete Bauvoranfrage erwartet.


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