16.11.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Neuer Bundeswehr-Einsatz im Mittelmeer

Neuer Bundeswehr-Einsatz im Mittelmeer

Soldaten soll Chemiewaffen-Vernichtung absichern

Die Vernichtung der Chemiewaffen kann nach Angaben von Außenminister Steinmeier "in absehbarer Zeit" beginnen.

Berlin - Die Bundeswehr steht vor einem neuen Einsatz im Mittelmeer. Das Kabinett beschloss nach Angaben des Auswärtigen Amts, dass sich bis zu 300 deutsche Soldaten daran beteiligen sollen, die Vernichtung von syrischen Chemiewaffen auf See abzusichern. "Je eher die Chemiewaffen vernichtet sind und keine Gefahr mehr für die Menschen in Syrien darstellen, desto besser", erklärte Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD).

Die Vernichtung der Chemiewaffen kann nach Angaben des Ministers "in absehbarer Zeit" beginnen. Dies soll an Bord des US-Schiffs "Cape Ray" geschehen, auf dem die syrischen Chemiewaffen durch das sogenannte Hydrolyseverfahren unbrauchbar gemacht werden. Dies soll militärisch abgesichert werden.

"Es entspricht unserer internationalen Verantwortung, daran mitzuwirken", betonte Steinmeier. Über den Einsatz, der auch die Entsendung einer Fregatte umfasst, muss nun der Bundestag entscheiden. Das Mandat soll bis Dezember gelten. Die bei der Zerstörung der Chemiewaffen anfallenden Reststoffe sollen im niedersächsischen Munster entsorgt werden.

(xity, AFP)


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