Neue Lockerungen in Krefeld möglich

Bundesnotbremse gilt ab Donnerstag nicht mehr

In Krefeld gelten ab dem kommenden Donnerstag, 27. Mai 2021, 0:00 Uhr, wegen der deutlich gesunkenen Sieben-Tage-Inzidenz die Regeln der Bundesnotbremse nicht mehr.

Krefeld - Das Land NRW hat in einer Allgemeinverfügung nun festgestellt, dass an fünf aufeinander folgenden Werktagen die Sieben-Tage-Inzidenz für Krefeld unter 100 lag. Oberbürgermeister Frank Meyer wurde am Dienstag kurz vor Beginn der um 14 Uhr startenden Corona-Pressekonferenz um 13.56 Uhr durch das Land NRW über die Festlegung und die damit verbundene positive Entwicklung informiert. „Es geht in eine gute Richtung, das sehen wir mit Beruhigung", sagt Oberbürgermeister Frank Meyer. Er wies gleichwohl darauf hin, dass der Wert von aktuell 77 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen immer noch deutlich höher sei als das, was im vergangenen Jahr als kritischer Wert wahrgenommen wurde. „Auch durch die Mutationen haben wir weiterhin eine hohe Grundlast, es ist alles noch nicht vorbei."

Mit der jetzigen Feststellung des Landes und der Aufhebung der Bundesnotbremse kommt es zu verschiedenen Lockerungen für Krefeld, die ab Donnerstag, 0 Uhr, greifen. Die Ausgangsbeschränkungen fallen weg, bezüglich der Kontaktregeln gilt, dass fünf Personen aus zwei Haushalten sich treffen dürfen, dazu Kinder unter 14 Jahren. Im Krisenstab am Dienstagmorgen ist auch festgelegt worden, dass die Krefelder Regelung einer Maskenpflicht für Grünanlagen ab Donnerstag aufgehoben wird. Für die hochfrequentierten Fußgängerbereiche ist diese allerdings weiterhin gültig.

Ab Montag, 31. Mai 2021, kann an den Krefelder Schulen Unterricht wieder komplett in Präsenzunterricht stattfinden. Eine Masken- und Testpflicht gilt an den Schulen allerdings weiterhin. 30.000 Schüler gibt es in Krefeld insgesamt - abzüglich der Abschlussklassen würden also rund 28.000 Schüler ab dem kommenden Montag wieder durchgängig im Präsenzunterricht die Schulen besuchen.

Im Einzelhandel dürfen ab Donnerstag alle Geschäfte wieder öffnen. Geschäfte, die nicht Grundversorgung sind, dürfen aber nur mit negativem Testergebnis betreten werden. Es gilt eine Personenbegrenzung: Ein Kunde pro 20 Quadratmeter ist zulässig, eine Terminbuchung ist aber nicht mehr notwendig. Auch die Gastronomiebetriebe haben ab Donnerstag wieder die Möglichkeit, die Außenterrassen zu öffnen. Notwendig ist ein negatives Testergebnis, Abstände sind in jedem Fall auch in der Außengastronomie einzuhalten. Generell gilt: Für immunisierte Person entfällt eine Testpflicht. Eine nachgewiesene Immunisierung durch Impfung oder Genesung ersetzt den Nachweis eines negativen Tests.

Lockerungen gibt es auch für den Bereich Kultur. Die entsprechenden Institute treffen nun Vorkehrungen und werden die weiteren Schritte bekannt machen. Laut Coronaschutzverordnung sind nun Konzerte und Veranstaltungen im Freien möglich, mit max. 500 Personen und negativem Testergebnis sowie Sitzplan. Der Besuch von Kunstausstellungen, Museen und ähnlichen Einrichtungen wird mit vorheriger Terminbuchung möglich sein. Zulässig ist in geschlossenen Räumen maximal ein Besucher pro 20 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Den Theaterbetrieb im Rahmen der „Modellkommune" bereitet Krefeld analog zu Mönchengladbach vor. Hier wird noch auf eine finale Genehmigung des Landes gewartet.

Bezüglich des Sports werden ebenfalls Vorkehrungen getroffen. Die Ausübung von kontaktfreiem Sport auf Sportanlagen unter freiem Himmel mit bis zu 20 Personen ist möglich; Kontaktsport unter freiem Himmel in Gruppen ist möglich im Rahmen der Regelungen wie bei den allgemeinen Kontaktbeschränkungen sowie für Gruppen von bis zu 20 Kindern bis einschließlich 14 Jahre. Die Stadt bereitet sich auch darauf vor, dass die Schwimmbäder wieder öffnen können. Sie dürfen zur Sportausübung öffnen, ohne die Nutzung der Liegewiese. Besucher müssen ein negatives Testergebnis vorlegen. Aktuell laufen alle notwendigen Vorarbeiten in der Sportverwaltung. Im Bereich Freizeit sind ferner die Öffnungen kleinerer Außeneinrichtungen wie Minigolf erlaubt.

Private Übernachtungen in Ferienwohnungen, auf Campingplätzen und in Hotels sind mit negativem Testergebnis wieder zulässig, es gibt aber eine Kapazitätsbegrenzung bei Hotels. Messen, Tagungen, Kongresse und private Veranstaltungen sind weiterhin nicht möglich.