Neue Festnahme in Missbrauchskomplex Münster

33-jähriger Regensburger durch beschlagnahmte Asservate identifiziert

Im Missbrauchskomplex Münster hat die Staatsanwaltschaft einen 33 Jahre alten Mann aus Regensburg festnehmen lassen.

Münster - Ermittler vollstreckten am vergangenen Mittwoch einen Haftbefehl gegen den Mann, auf dessen Spur die Behörden durch die Auswertung beschlagnahmter Asservate gekommen waren, wie die Polizei in Münster am Freitag mitteilte.

Demnach konnte bei der Durchsuchung der Wohnung und des Arbeitsplatzes des 33-Jährigen der Tatort schwerer sexueller Missbrauchshandlungen eindeutig identifiziert werden. Außerdem seien weitere Datenträger beschlagnahmt worden. Die Ermittlungen zu dem missbrauchten Kind dauern den Angaben zufolge an, sie führen demnach ins europäische Ausland.

Das Verfahren soll vom Missbrauchskomplex Münster abgetrennt und in Regensburg weitergeführt werden. In dem Komplex soll am kommenden Dienstag vor dem Landgericht Münster das Urteil im Hauptprozess verkündet werden. In diesem Prozess gibt es fünf Angeklagte. In einer Gartenlaube sollen von Ende 2018 bis März 2019 Kinder missbraucht und dabei gefilmt und fotografiert worden sein. Der Fall sorgte für bundesweites Aufsehen.

(xity, AFP)