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Neue Details im Fall der verschwundenen Peggy

Tatverdächtiger räumte "Zärtlichkeiten" mit Mädchen ein

Im Fall der seit fast 13 Jahren verschwundenen Peggy sind neue Details bekannt geworden. Einer der Verdächtigen gab bei einer Vernehmung zu, dass es zwischen ihm und dem damals neunjährigen Mädchen "zum Austausch von Zärtlichkeiten" kam.

Im Fall der seit fast 13 Jahren verschwundenen Peggy sind neue Details bekannt geworden. Einer der Verdächtigen habe bei einer Vernehmung vor einem Jahr eingeräumt, dass es zwischen ihm und dem damals neunjährigen Mädchen "zum Austausch von Zärtlichkeiten" gekommen sei, erklärte die Staatsanwaltschaft Bayreuth. Es habe unter anderem von Küssen gesprochen. Ein hinreichender Tatverdacht für eine Anklage wegen sexuellen Missbrauchs habe sich aber nicht ergeben.

Die Ermittlungsbehörde reagierte damit auf einen Bericht der "Bild"-Zeitung, wonach der Verdächtige Holger E. einen sexuellen Übergriff auf Peggy gestanden haben soll. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte dazu, E. habe bereits in einer Vernehmung im Februar 2013 eingeräumt, dass es zu Zärtlichkeiten gekommen sei. Den Ermittlungen zufolge erfüllten diese aber keinen Straftatbestand.

Peggy war im Mai 2001 auf dem Rückweg von der Schule im fränkischen Lichtenberg verschwunden. Die Polizei geht davon aus, dass das Mädchen tot ist. Ihre Leiche wurde aber nie gefunden. Bereits im Jahr 2004 verurteilte das Landgericht in Hof einen wegen sexueller Übergriffe auf Kinder aufgefallenen, geistig behinderten Mann rechtskräftig wegen des Mordes an Peggy. Er lebte damals in ihrer Nachbarschaft. An der Schuld des Mannes wurden immer wieder Zweifel laut: Sein Verteidiger hat inzwischen bei Gericht erfolgreich ein Wiederaufnahmeverfahren beantragt.

Unabhängig davon ermittelt die Staatsanwaltschaft nach eigenen Angaben gegen drei weitere Tatverdächtige, darunter Holger E. Der Mann sitzt derzeit wegen sexuellen Missbrauchs seiner Tochter im Gefängnis. Inzwischen wurde gegen ihn auch Anklage wegen des Verdachts einer weiteren Sexualstraftat erhoben. Er soll 2001 in Lichtenberg, dem Heimatort von Peggy, seine damals neunjährige Nichte missbraucht haben. Der Halbbruder von E. und die Familie von Peggy waren Nachbarn.

© 2014 AFP


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