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Neue Chancen für Langzeitarbeitslose

ESF-Bundesprogramm im Jobcenter Krefeld

Zur Verbesserung der Eingliederungschancen langzeitarbeitsloser Menschen in den Arbeitsmarkt hat sich das Jobcenter Krefeld erfolgreich um Mittel aus dem ESF-Bundesprogramm beworben. Im Juli konnte das Projekt in Krefeld starten.

Krefeld - Bei dem neuen Förderprogramm handelt es sich um das ESF - Bundesprogramm zur Eingliederung langzeitarbeitsloser Leistungsberechtigter nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) II. Und im Jobcenter Krefeld wurden im Juli mit 5.541 auch 91 Prozent aller 6.081 in Krefeld gemeldeten Langzeitarbeitslosen betreut. Der europäische Sozialfonds (ESF) ist das wichtigste Instrument der Europäischen Union (EU) zur Förderung der Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik in Europa.

"Langzeitarbeitslos. Das heißt: Arbeitslos gemeldet in der Agentur für Arbeit oder im Jobcenter und über ein Jahr ohne sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Eine schwierige Situation für alle, die irgendwie damit zu tun haben", so steigt Tavin Lara Turanli, Geschäftsführerin des Jobcenters Krefeld, ohne Umschweife in das Thema ein. "Da muss man ehrlich sein, wenn sich eine Arbeitslosigkeit zur Langzeitarbeitslosigkeit verstetigt wird es schwierig, diese Situation zu beenden. Vereinfacht ausgedrückt: Je länger die Arbeitslosigkeit, desto höher die Hürden für eine Rückkehr in den Job. Dafür gibt es vielfältige Gründe. Und wenn es aus der Langzeitarbeitslosigkeit zurück in die Beschäftigung gehen soll, müssen die individuellen Bedingungen auch wirklich passen. Genau da wollen wir ansetzen. Mit den Fördermitteln aus diesem Programm können wir neue und starke Impulse setzen"
                 
Rund 3,5 Millionen Euro an Fördergeldern konnte Turanli aus dem Bundesprogramm für das Krefelder Jobcenter einwerben. Beabsichtigt ist, mit diesen Mitteln  für 110 Krefelder Bürgerinnen und Bürger eine langfristige Perspektive auf dem Arbeitsmarkt zu schaffen.


"In das Programm werden Menschen aufgenommen, die sich auf Grund von Brüchen in ihrer Erwerbsbiografie in den Bewerbungsverfahren nicht durchsetzen, sich aber weiter hochmotiviert um eine dauerhafte Beschäftigung bemühen", beschreibt Turanli die Bewerberseite des Programms. "Sie müssen 35 Jahre oder älter sein, haben noch keinen verwertbaren Berufsabschluss erworben und sind seit mindestens zwei Jahren arbeitslos. Für diese Menschen suchen wir Arbeitgeber, die ihnen eine Chance geben. Ich bin sicher, die Arbeitgeber werden feststellen, dass sich die über das Bundesprogramm gewonnenen neuen Mitarbeiter auf den zweiten Blick als die erste Wahl herausstellen werden".


Zum Förderprogramm gehört ein intensives individuelles Coaching für die Arbeitnehmerin/ den Arbeitnehmer in persönlichen Fragestellungen, aber eben auch begleitend bei der Arbeit und am Arbeitsplatz.
Für Arbeitgeber hält das Jobcenter Krefeld aus dem Förderprogramm ein leistungsstarkes Förderangebot mit Beratung, speziellen Qualifizierungsangeboten für die neu eingestellten Mitarbeiter und Lohnkostenzuschüssen  bereit. Voraussetzung ist die Schaffung einer mindestens 24-monatigen, sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung für einen langzeitarbeitslose Kundin oder einen langzeitarbeitslosen Kunden des Jobcenters. 


"Unsere speziell für die Umsetzung  dieses Programms geschulten Betriebsakquisiteure beraten Arbeitgeber nicht nur hinsichtlich der attraktiven Lohnkostenzuschüsse, sondern treffen für sie auch anhand der mit ihnen festgelegten Arbeitsprofile eine Vorauswahl der geeigneten Bewerber. Zusätzlich unterstützen sie auch bei der Antragstellung für die Förderleistungen", wirbt Turanli mit den Angeboten für die Arbeitgeber. "Selbstverständlich können Unternehmen sich auch zunächst von der Eignung des Bewerbers im Rahmen eines vorgeschalteten Praktikums überzeugen".


Auch nach Beginn des Beschäftigungsverhältnisses erhalten die Unternehmen und Ihre neuen Mitarbeiter während der gesamten Förderdauer über einen Jobcoach weitere Unterstützung. Er wird in enger Zusammenarbeit mit ihrem Unternehmen und dem neuen Mitarbeiter u.a. mögliche Bedarfe für z.B. arbeitsplatzbezogene Qualifizierungen identifizieren und Umsetzungsangebote koordinieren. Auch bei sonstigen Fragen und Problemen steht der Jobcoach dem Arbeitnehmer/ der Arbeitnehmerin  und den Unternehmen  jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung.


Mehr Informationen zum  ESF-Bundesprogramm erhalten interessierte Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber über die zuständigen Betriebsakquisiteure unter:
02151/7048-139 Herr Mengert (PLZ 47800, 47802, 47803, 47829, 47839)
02151/7048-149 Herr Suda (PLZ 47804, 47805, 47807, 47809)
02151/7048-145 Frau Nowicki (PLZ 47798, 47799)
E-Mail: Jobcenter-Krefeld.ESF-LZA@jobcenter-ge.de


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