Neue Ausstellung im SchifffahrtMuseum Düsseldorf

"Bodo, der Bootsbauer" läuft bis März 2022

Von Samstag, 18. Dezember 2021, bis Sonntag, 20. März 2022, ist die Kinder-Ausstellung "Bodo, der Bootsbauer" im Düsseldorfer SchifffahrtMuseum zu entdecken.

Düsseldorf - An verschiedenen Audiostationen der Mitmach-Ausstellung ist die Figur Bodo zu sehen und zu hören. So führt er durch die interaktiv gestaltete Bootswerft und erzählt den Kindern aus seinem Arbeitsalltag: Der Bootsbauer hat vor kurzem den Auftrag erhalten, ein Holzboot zu bauen und braucht dafür viele helfende Hände. Neben Einblicken in sein Handwerk ermuntert Bodo zum Experimentieren und Beobachten - denn nicht alles, was zu Wasser gelassen wird, kann auch schwimmen.

An interaktiven Stationen auf seiner Werft motiviert der Bootsbauer die jungen Besucherinnen und Besucher ihre handwerklichen Fähigkeiten im Kalfatern, also dem Abdichten der Fugen eines Schiffs, oder beim Herstellen von Holznägeln auszuprobieren. Für den Bau von besonders starken und widerstandsfähigen Booten ist Bodo auf seinen Lieblingswerkstoff Holz angewiesen - welcher Baum sich dafür eignet, erklärt er "im Wald" bei seiner Werft.

Als Höhepunkt der Ausstellung können die Kinder am Ende des Rundgangs selbst ein Boot zu Ende bauen und Bodos Auftrag vollenden. Der 2,5 Meter lange Nachen wurde von der Museumswerft Flensburg mit traditionellen Techniken eigens für diese Ausstellung gebaut. Auf das alte Handwerk der Bootsbauer weisen auch die Leihgaben historischer Werkzeuge hin, die das Schifffahrtmuseum der oldenburgischen Unterweser aus seiner Spezialsammlung beisteuerte.

Rahmenprogramm zur Ausstellung
Ab Sonntag, 9. Januar 2022, bietet das SchifffahrtMuseum ein kostenloses Rahmenprogramm zur Ausstellung an: Die Workshops und Führungen finden immer sonntags ab 11.30 Uhr statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Voranmeldungen sind während der Öffnungszeiten unter Telefon 0211-8994195 möglich.

Die Workshops rund um den Bootsbau richten sich an Kinder zwischen 8 und 12 Jahren, dauern jeweils zwei Stunden und können von maximal zehn Kindern besucht werden.

Workshop: Seilerei im Schlossturm
Der Workshop "Seilerei im Schlossturm" findet am Sonntag, 9. Januar 2022, und am Sonntag, 20. Februar 2022, statt.

Wie wichtig die Takelage für ein Schiff ist, kann an den Schiffsmodellen im SchifffahrtMuseum leicht festgestellt werden. Selbst bei einfachen Booten spielen Taue eine wichtige Rolle, etwa beim Anlegen, beim Sichern und Umschlag der Ladung. Bei diesem Workshop können Kinder gemeinsam ein Schiffstau herstellen und erhalten in der aktuellen Kinderausstellung einen Einblick in den Bootsbau.

Workshop: Wie wird die Planke dicht?
Der Workshop "Wie wird die Planke dicht?" findet am Sonntag, 23. Januar 2022, und am Sonntag, 6. März 2022, statt.

Was hält ein Schiff eigentlich zusammen und wie wird es dicht?  Bei diesem Workshop lernen Kinder, welche Handwerkstechniken und Materialien Holzbootsbauer nutzen, um ein hölzernes Schiff über Wasser zu halten. Von der Befestigung der Planken bis hin zum Kalfatern gibt es viel zum Anschauen, Anfassen und Ausprobieren.

Workshop: Bau dein Boot
Der Workshop "Bau dein Boot" findet am Sonntag, 6. Februar 2022, und am Sonntag, 20. März 2022, statt.

In der aktuellen Kinderausstellung führt Bodo, der Bootsbauer, spielerisch und interaktiv durch seine kleine Werft. Bei diesem Workshop lernen Kinder nicht nur wie ein Holzboot entsteht, sondern bauen auch ihre eigenen kleinen Nachen aus Pappe. Diese können dann ganz individuell und bunt verziert werden.

Führung: Klein, aber oho
Die Kinder- und Familienführung "Klein, aber oho" findet am Sonntag, 16. Januar 2022, Sonntag, 30. Januar 2022, Sonntag, 14. Februar 2022, Sonntag, 27. Februar 2022, und Sonntag, 13. März 2022, statt. Die Führung dauert rund 90 Minuten und kann von maximal 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern besucht werden.

Nachen waren die "Packesel" der Schifffahrt: Variabel in der Größe, zum Transport vieler Güter geeignet und wendig und schnell auf dem Strom unterwegs, wurden sie seit dem Mittelalter vielfach auf Flüssen eingesetzt. Anhand von Geschichten aus Düsseldorf wird gezeigt, wo und wie Nachen in der Landeshauptstadt fuhren, Reisende an ihr Ziel brachten oder von Fischern genutzt wurden.